NEUE JUGEND- LUST, DAS IST DREY

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Christian Weise

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Wie felbige m DELXXXIN > gefamcen Studirenden

—J ——— worden. A :tororeter>Korafofororerore: rar.) Franckfurt und

Deuehts Sohann Ko ler / im Jahr heisse,

VEN EDED LEDEDLS EISEN BGeliebter Eeſer. ER In möchte ich wun⸗ dern / warum ich / bey mei⸗ nem ernſthaften und Re recht uͤberhaͤufften Amte / ſo gerne Komeedien mache / oder warum ich dergleichen Haͤndel nicht unter meinem alten Papier kan ver⸗ horgen laſſen: Allein wer des hie⸗ ſigen Ortes Gewohnheit kundig iſt / der wird die Urſache leicht errathen. Es heiſſt / man ſoll jährlich drey Spiele auffuͤhren / und Die Tugend durch ſolche Luſt dergeſtalt munter machen / daß ſie gleichwohl darbey erbauet und zu leinemẽ gerniße an: gewieſen werde. Wenn man ſich gberin allen Buch⸗Laͤden umfichet) ſo mangelt es an Stücken/die ſich auf dergleichen Bälle reimen. Denn WAS zu Hofe / oder auch unter den Eomdianten ums Geld gefpielet et ‘2 wird /

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wird / das beſtehet mehrentheils in wenig Perſonen / darbey Die wenige ſten koͤnnen bedacht oder verſorget werden; Sonderlich wenn man in Reſpect vornehmer Eltern und Freunde viel Haupt⸗Perſonen aus⸗

—— Concipient mit ſeiner ge⸗

anemen Dienſt zu thun / fondern ©

7208 10 BEE wird ſich auch manch ehrlicher und pernehmer Schulimann gratuliten/ doß ſolche Sachen an das Licht kom⸗ men welche recht auf die Schule ge⸗ richtet / und mit leichter Muh / bey einem mittelmaͤſſigen Cœtu nach⸗ zuſpielen find. Da ich noch wohl weis/ wie gedrang es um folche Stüde geweſen / daß man oft zur Noth etwas ausdem Terentio oder font woher vertiren muͤſſen. Sind luſtige Handel mit eingemenget/fo - geborenfiedoch unter die Facetias innocuas, welche die Berdrüßlig- leit des Lebens oft verzuckern müf- gen. Geftalt auch ernfte Hiftorien/ aller eingemifchten Akkecten unge- acht/ihteäuf, chauer nicht vergnügen würden / wofern dieſes extremum "Ornamentum Spectaculorum alle: zeit auffen bliebe. Zur befferer Recommendation Siwerpen auch mulicalifche Stuͤcke mit angefüget / ma man bey eis | 3 DEM

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de ich guter Begvemligkeit halben anitzo Damit aumetliche Dronat an⸗ ſtehen. Denn nach dem He. Johann Krieger bey unfer Stadt das Dire- ctorium Chori Mufici über fich ge⸗ nommen/und alto auch in den ge⸗ genwärtigen Spielen feine ans nehmliche Manieren mit beygetra⸗ gen hat: Als waͤre esSchade/wenn manche artige Melodie durch unge⸗ ſchickten Druck folte verwahrloſet werden; Inmaſſen alles in Folio beqvem / und fo zu reden / in der Parti⸗ eur erfolgenfoll. Ja weil dieſe kur⸗ tze Sachen alle Liebhaber nicht ver⸗ nügen möchten / ſollen noch zwey Theile von meinen Geiſtlichen und Weltlichen Arien / welche meiſtens noch nicht gedruckt / und den We

TE RR 0 fien befannt Team Be mit Hr. mie. Kries gersCompofition beygefuget werdẽ. Waos die mittelſte Invention von der betrifft / ſo wird unten et⸗ WAS nothiges Davon erinnert wer⸗ Den. Nur dieſes gedenck ich anitzo / ve DaB ich die Heidnifche Fabeln eftalt eintichte/ daß mit abgoͤt⸗

en Opffern und andern laͤſterli⸗ chen Geremonien nicht viel gethan wird. Undid) fan es dem Barclajo nicht auf fprechen / Daß er bey. der

- Relation eine Heidnifchen Begeben- heit auchetliche Gebethe und Lieder -an die falſchen Goͤtter gefeget hat. Denn ober ſich gleich nach der Reli⸗ on Des Volckes in Der Erzehlung BIER hat a müſſen; So. häffe

> Doc) ein folcher Geſang ohne Scha> - den Der übrigen etnfinfei koͤn⸗ nen ansgelaffenwerden. Drum an ſatt d ch die Argenis zur Prieſterin mne dbe die mit ihren Segens⸗Zwei⸗

ge dem gantzen Bon was gute nur

—————

mittheilen nirtheiten ſol o aſſe eihfe lich ſigen und die zupplicatlones an den Konigl Hn Vater 53 und was ſonſten in dieſem Stücke; wird anzumercken Senn... In halte auchdie heidniſchen Dinge wuͤrden in der Chriſtenheit fo lange nicht in,

un blieben ſeyn ‚wenn fie;

——— underwercke ih

—— Machinen Anlaß gä=, uminder Wahrheit beaibe:

‚gleichen: man⸗ ever’ Gedichten. fen zufegen hat. Mud fo viel vor dieſesmahl. Sol⸗ te ODE demgeliebten Vaterlande gnaͤdig ſeyn / und die Genwartige Gefahr durch eine beſſere Zeit ab⸗ —— fo möchte bald von dem ſtoltzen und gedemlithigten Nebus eadnezar nebenſt andern Die ſich nicht eher wollen nennen laſſen / ehe fie andas Licht kom̃en / eben derglei⸗ chen zu leſen ſeyn. Damit zu Gottes Frieden⸗ Sans ei ‚befohlen,

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Wie ſolcher en 2. Mart. 1683.

—* * in Pittau Bi erh worden.

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„Inhalt des Erſten Spieles, F CE Avid der Sohn Iſai hatte Iden PhiliſterGoliath erle⸗

get / und war hierdurch bey den Rönige Saul in ſonderbare Stade gefetʒec worden. Alltines Fanden fich To viel Koͤnigl. Anver⸗ wandte / welche ſich diefer Perſon widerſezton / inden dz Volk heim⸗ lich zumurmeln anſing alohaͤcce | der unvergleichliche Held / durch den Propheten Samuel / die Sal⸗ bung su den künftige Koͤnigret⸗ : cheempfangen, Damit ward ur Herfolgang nach der andern an⸗ geſponnen / es erſchtene auch alle⸗

vild nicht ferner zu verfolge: Da⸗ vld aber / mit der neuen Gemalin Abigail / ſeine Gtcherheit in dem Phlliſter⸗ Rande ſuchen durffte.

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Berfonen,

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2 ! ee Ga Ei ſtat des Voꝛredners. 9 Affer, 3 x 4 10. Na aphehali | en va. phraim, W 14. Ifäi, 15.Saul, Könfg A Frael.

Bee deſſen Söhne, 18. Esbaal, defjen Kleiner Sohn. deſſen Toͤchter.

21. 2. David, —— Bun an Michal

——

——— | 2 (0) —— rad, iel, an Merob ————

23 Phalti, bernadh an Michal BsEmäht. R . 24. Abner, Königl. Selu. Herr, 25. Doeg, Stallmeiſter. | +2 26.Uchal, ) ;.: F En. 27. Sares, "$ König Käthe, | en | | a ‚Simei; Saus Befreundter. (a | 32. Ziba, Saul Sammer, Diener. 33.Simri; Doegs Bedtente, 3 4. Samuel, ein Prophet in Iſrael. IN 35. Abifai, Davids Obrifter. | 36.Joab, Davids Kriegs Officirer. —9 37. Sitari, deſſen Sammerdiener. ©

sg. Chasbi, eine Sommer-Magd.

3. Thola, einer vom Gebirge Stpb.

40. ‚Hafech, ‚Sonathang ———— 41. Eliel, David Freunde. 44. ‚Samoth,, | Ein Troupp von Davids Berfländen. 4; Eldad, 8:8 Propheten —— A 5 | jundus. ' | 45. Medad, ein Prophet. Ta us Propfeten.

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ee. ar. Fimelcch, der "Ober, Briefen. 43. Abjathar, fein Sohn.

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| Prieſter zu Nobe.

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. 58. Phanuel, tellemen So ne * Pe | h h

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Land⸗Juncker. Mr Ehwew/ hernach D ee: J 66. Jud a Nabals Knechte. 67. Galal, deſſen Schafineffter, ‚68.Ge Re Ken Hirte, a mach, t 3tven Abgeſandten von "en n Pblifem, 70. Che⸗

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8c) 71. Cheſib, | 72. Bala | 7 Afel p Seldaten. »4,.Nimfi, 3 5. kurtzweiliger Rath. *6. Laſa J 77.Ke dar, Bauten.

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jüda. Ruben. Simeon. Levi. Sebulon, Afafchar. Dan. Gad. Afler. Naphthali. { Manalſe. Ephraim. Benjamin.

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wird aufgezogen y und die Perfonen prefentieen fich zuſammen auf dem Au:

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TER > Oehgefchäste Anweſende. So haben ie dem groffen GOtt zu dancken / daß Sam ſe Schaubuͤhne wiederum geöffnet, | © j uf ein sornehtner Held aus dem Stam⸗ me Idda / ein Koͤnig über Die geſamten woͤlf Stämme/und ein Anherr des göttlichen Mes- z theis ini einer Verfolgung / theilsin dem Goͤtt⸗ chuße foll aufgefuͤhret werden. Ä awol / ihr Hochgeſchaͤtzten Liebhaber der Ergo der Anfang wird nicht uns h von einer ölchen Begebenheit gemacht / wel⸗ in dem vornehmſten "Buche erzehlet wird, und ] (beduch das Eingeben des wunderthaͤtigen Got⸗ | ‚einen erleuchteten Mann iſt abgefaſſet

Sim. und ie APR die vornehme Afte&tion in den —F A ver⸗

2‘ Derverföolgee —54 vergangenen Fahren / fo wol gegen diefen Det ale auch gegen die fpielende Sefellfehaftt hervor geblicke hat defto liebreicher ift die Hoffnung / melche den jleiß des gegenwärtigen Jahres mit angenehmen Strahlen zu vergnügen ſcheinet. Lev. Mir ſtellen eine verfolgtezund vor der Welt verlaſſene Perfon auf des Theatrum ; und wollen zugleich die Lehre mit nach Haufe nehmen daß ein Liebhaber des groffen GOttes mitten in der Anfech⸗ tung koͤnne frolich feyn. | ‚Seb. Es wird ein troßiger König herausfommens doch die gefamten Zufchauer werden aus dem wun⸗ derlichen Sortgange die Eitelfeit Der menfchlichen Hoffart bevencken lernen. | Jud. David war ein fhlechter Schafhirte.. Rub. Gleichwol hatte er in GOttes Augen den

Vorzug. UT ER Sim Erbefaß die Hoffnung zum Königreiche. a Lev. Das ganze Volck war ihmgetwogen. feine Feinde muſten Gottes Feindſchafft

erfahren. | 1 Jud. Saul war mit feiner ſtoltzen Familie hoch

eſtiegen. A

. a: Doch GOtt flürkte den Hoffürtigen vom

tuhl, a

Er machte die muͤßguͤnſtigen Rathgeber

Schanden. Ar BER:

Lex. Ihre Seindfchafft fehlug zu einen Spott inaus. * ——

9 Seb. Und melchen GOtt vor andern liebete / A

muſte vor andern die Oberhand behalten. * up af.

David, ES amd Tin a ind nd demnach werden Die hochiwertheften Zus

| ehauer mit ihrer Gewogenheit nicht auſſen bleiben/ ‚weil diefes gange Spiel auf göttliche Sachen und au d bie ndation der heiligen Tugend ge

RB an. Dae hochgelibte Sittau hat die Liebe Got⸗ tes aus d den Stücken zu erkennen : Und weil dans nenhero Die gefamten Einwohner zu einer füffen Ge⸗ genliebe des Himmels angetrieben werden/fo Fan die fpie ende Jugend bey Diefen himmlifchen Fleiſſe Fein: Mipfallen verdienen.

Hal. EHE Lob! derfelbige Held durch deffen Schuß der fromme David bedecket worden / hat auch dieſer Gegend bißhero Seide Luft und Sicherheit vergoͤnnet.

Dan. Und derfelbe Gog, welcher den boßhaffti⸗

zen Saul gleichſam einen Ring in Die Naſe geleget

der hat ebenfals die Auſchlaͤge vieler Feinde zu

richte gemacht,

Es iſt Gottes Wolthat / daß die Kirche ehet. | AM. Und durc) eben Se Gnade muß bie Schule

en guten Wachsthum bleiben.

Gad. Die Bibel ift ung noch unverboten,

Und die Schule Fan aus diefen Buche zu der ollEommenften Weisheit gelangen.

‚Naphth, Die hohe Obrigkeit Des Landes lebet in a nen edlen Va

anal. Und Die Hochedlen Vaͤter Diefer Stadt ıhmen Die göttliche: Erhaltung | Naphth. ch wil ſagen: in Durchl. Chur⸗ eften wird? on abgebildet, 42

Der verfolgte

——

Een gotreuen Abifar (Eid In Dem | n. ) tr Abifai laͤſt ſich in dem Ra ſehnn Vihe Birgetſchofft 7 phr. Die loͤbliche Buͤrgerſcha muß der him⸗ liſchen Gnade dancken. Be Benj. Und das gefegnete Land theilet Die Gluͤckſe— üügkeit mit der Stadt. | Ephr. Die Hochgefehakten Zuſchauer müffen die⸗ ſes bezeugen. BEN Benj.2luch Die Abweſenden muͤſſen dieſer Andacht gewogen ſeyn. | Jud. Nun wol anı GOtt gebe noch fünfftiger. Zeit ein fröliches und gefegnetes Jahr. Rub.Die ungerfälfchte Religion feße den Grund» ſtein zu aller Slhehteligkeit. | | Sim. Die gottgefällige Cantzel werde von hoch⸗ verdienten Lehrern betreten. | —— Lev. Die ftudierende Jugend werde Durch vaͤ⸗ terliche Handreichung zu allen Guten fortgeführet- Seb. Diefe gegenwärtige Schaufpiele werden ül viel langen Zeiten Durch Fein ungemeines Trauren verhindert. | 4 Ifaf. Und fo oft des Churfuͤrſtl. Hauſes Sachſen wird / fo oft werden unſere Wuͤndſche ver⸗ oppelt. Dr 3 Dan. Es beftehe Die Hochgepriefene Zahl eines hochmeifen Rathes / und wenn dieſer Platz eroͤfnet wird / ſo eroͤffne fich der Quell eines neuen Segens. Sad. Es mangele niemahlsan tugendhafften Al⸗

ten. | |

AT. Niemahls an einer. wolgezogenen Jugend / welche die tugendhafften Jußſtapffen gu betreten ver; langet. Moapnt.

‚gehalten werden. Und cbei ‚im Namen der ganken Gefelfchafft ein ſchwaches

- -

Moapht Der blutige Krieg ſtehe zwar in den Avi- Een, nicht aber in unſerm Sande, *

- Manaf. Die ſchaͤdliche Peſt höre anders mo auf/ ' amd bleib ung noch kuͤnfftig unbefant.

„Ephr. GOtt laffe dieſes Fahr mit feinem Gute gekrönet fen. | Benj. And lafle einen iedweden nach feinem Wol⸗

gefallen felig leben / und felig fterben,

Mai. Hochgeſchaͤtzte Anweſende / mit dieſen Anfan⸗ ge/ mit dieſer netaͤt / und mit foldyen Wuͤnſchen laͤſ⸗ fet ſich Die Unſchuld und die kindiſche Jugend blicken / ehe das Spiel mit dem verfolgten David aufgezogen koͤmt. Wir find Kinder/und weil wir bitten/fo ift es nicht möglich/daß uns die —— ſolten zu gute

eben deßwegen muß auch

Kind die Bitte ablegen / es wollen dieſelbige geruhen

tliche Stunden über mit Affe&tion und geneigten

tillſchweigen beyz uwohnen.

DETSTTIITTI UIID ET Eriier Handlung Erſter Auffzug. BR Merob. EL SR O muß ich numehr Den unbefländigen ) Wechfel erfahren / daß meine getreue und Nnbruͤnſtige Liebe in einen toͤdtlichen Haß verwandelt wird. Ich geflehe es / mein Herz hatte ſich allbereit in Den tapferen / in den an⸗ genehmen / ach in den ſchoͤnen und braͤunlichen Da⸗ vid verliebet / und die Genehmhaltung meines Koͤnig⸗ lichen Herrn Vaters gab mir ſelbſt Anleitung darzu / alſo daß ich vermeynte dieſes Koͤnigliche Haus wuͤr⸗ de zum wenigſten durch unſere Heyrath unterſtuͤtze werden; Allein die Grauſamkeit des Vaters ſchrei⸗ bet mir gleichſam ein Geſetze vor / daß ich meine Liebe verſchweren fol: abfonderlich da meine Schweſter au der Beſitzung dieſes heldenmafligen Liebhabers gelangetift. So Fanich meine bißherige Liebe nicht beffer bezeugen / als daß ich mein vormahlig⸗Geliebtes bit; auf den Tod verfolge. Ach ihr Leute, ich bitte / entfehuldiget mich. David Fan ohne das höchfte Un⸗ recht nicht verfolget werden / und gleichmol muß ich mich zu einer That verftehen/mwelche mir im Herken? wegen der Liebe / und im Gewiſſen wegen Des Unrechts hoͤchlich zu wieder iſt. Ach David / waͤre ich die Dei⸗

De verfolgte David. ——

gen bee

die e / fo molte ich meinen Gedancken die Freyheit kalten welche mir berboten wird / indem Du nimmerz mehr der Meinige werden kanſt.

GSlie entruͤſtet jich) und das fol der gantze Hoff erfahren/daß ich Davids ſuchen und befördern mil.

ee ter. Handlung Andere Aufzug

——— Adriel.

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Terme Gr ) eine | J

fehrecket? |

% Mer. Diefesmuß ein eecter Liebhaber ſeyn / welcher den Kummer ſeiner geliebten Perſon nicht errathen fan,

Adr. Ich meyne/diefes muß ein goͤttlicher iebha⸗ ber fenn welcher auch mit ſeinen Augen ein verbor⸗ | genes Hertze durchdringen Fan, © Mer. Ach die Urſache meiner Traurigkeit iſt ſicht⸗

bar.

Adı. Und ich beflage meine Blindheit,

Mer. Kan mein liebfter Adriel fo blind feyn / daß er den Verraͤther des Königlichen Haufes nicht fe; hen folte. Mich EN er kan uns trotzig genung unter die Augen gehen.

Ein Serie: ? ne daß ich

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Schwerd gegen ihn entblößen wil. Meine | ebieterin ſey nur fo gutig/und laffe mich den erſten Buchftaben von Diefem verfluchten Nahmen willen. - Mer. Es ift ein Hann / der fich vor unfern Schwerde nichtentfeget. Sein Arm gilt fo viel / als zehn tauſend. Doch ſo —5 ein verlauffe⸗ ner Zchafjunge von dem K mige et erhoben wird. . Adr. Ich beflage meine Einfalt. Izund mertke ich erſt / daß meine Gebieterin mit Davids guten Gluͤ⸗ cke nicht zufrieden iſt. Und es iſt mie lieb / Daß ie⸗ mand Gelegenheit giebt / meine heimliche Gedancken zu offenbahren / denn ich ſtund al zeit in den Sorgen/ ich möchte Ihr Koͤnigl. Maj. frlbft beleidigen wenn ich die Heyrath zroif.ben Dobid und Der Michal hätte ein Gifft des Königreic)es/ und eine Peſtilentz degRönigti me.

Mer umfaſet hu Ja wol und nun mercke

ich erſt / daß unfere Seelen verbunden find/ alldieweil fie zu gleicher£iebe und zu gleichen Haſſe gesogen wer⸗ n *

en. Adr. Ich bekenne / daß ich, offtermals daruͤber ſeuffze / wenn ich aber fein bewaͤhrtes Gegen⸗Mittel vor mir ſehe ſo werden meine Seuffzer verdorben. Mer. So lange der Koͤnigliche Hr. Vater feinen Eydam refpestiren will fo lange wird unfer Wider⸗ fand beſchaͤnt. —— 1 Adr, So muß Ihr Maj. zu rechtmaͤſſigen Zorne wider dieſen Schafhirten erwecket werden. Ich weis noch die Zeit / da bey dem gemeinen Volcke ein Lied angeftimmet ward / welches den Königlichen Ohren

jiemlich harte vorkam. Und man duͤrffte ger wenig | Stroh

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Stroh zutragen / ſo möchte das glimmende Feuer in helle Flammen hervorbrechen. Iſt iemand / der den Wſang machet / ich will meines Amtes / und zugleich der wunderſuſſen Liebe gegen meine Gebieterin nicht

N Ce 7 Mer. E8 ift an dem / wo David nicht geſtuͤrtzet wird / ſo wird er ung zu Schimpfe/auch wol bey Leb⸗ zeiten meines Königlichen Herrn Vaters / auf den Königlichen Thron geſetzet. Aber ſolte ja GOtt

meine Herren Bruͤder nicht ſo wuͤrdig achten / daß ſie dermaleins den Seepter führen ſolten / fo waͤre Doch mein geliebter Adriel noch uͤbrig / deſſen Haupt wuͤrdig iſt ein und dreyßig Kronen zu trggen. Adr. Ich erkenne meine Liebe, Doch wer einmal dahin erhoben wird / daß er das Ehebette einer Koͤ⸗ niglichen Tochter beſchreiten Fan / derſelbe befindet fich dergeftalt verbunden, Daß er die getreue Liebe mit einer Königlichen Krone bezahlen fol,

Mer. Die Krone ſolte mirbeffer anſtehen als det Pan Michal. Allen wir werden noch Zeit ‚haben von Diefer Materie zu reden: Itzt höre mein geliebter Adriel im Vertrauen / welcher geftalt ich, ‚meinen fleineften Bruder Esbaal unterrichtet habe/ baßerber Kate die Schelle anhengen foll. So bald dieſer Polgen bey dem Deren Dater wird verfchof ſen ſeyn ſo wollen wir. über die Kindiſchen Reden fol: che Gloſſen machen/daben David dasmeifte wird zu

dr Der Anſchlag iſt nicht liſtig / fondern recht himmliſch ausgedacht. Doch Y. erden wir den

Koniglichen Herrn Bater bald fuchen müffen. —J A5 Erſter

10 er verfolgte

Bantlina Erſter Dendlung Dritter Aufzug =

are San Abtier, "|: een

& | "Saul. * —— ER | nn Koͤnig darff ſein Wort nicht zuruͤcke ſie⸗ A

hen. TR Abn. Das Wort wäre mit guter Raifon ge brochen wordenymeil des Koͤniges Perſon felber Die“ groͤſte Gefaͤhrligkeit Daher zu befürchten hat. Saul. Ach / mein Freund ! ich darff nicht unterrich tet werden / was David vor einen Haß bey mir ver dienet hat: Denn ich ſehe wohl / daß er nach meinem: Königreiche ſtrebet; Indeſſen / will der Tag noch nicht erſcheinen da er unter dem Vorwande des Rechtens Fan geſtuͤrzet werden. Weßwegen hat ex mit ſeiner Mannſchafft an den gefaͤhrlichſten Oer⸗ terniſtreiten muͤſſen / als daß ich vermeynte / das Un⸗ gluͤck wuͤrde auch einen verflogenen Pfeil uͤbrig haben / welcher dieſem Boͤſewichte das Hertze durchbohren koͤnte? Weßwegen foderte ich hundert Vorhaͤute von denen Philiſtern an ſtatt der Morgengabe als“ daß ich meinen Feinden einen Sieg gegen dieſen Verraͤther goͤnnen wolte? Immittelſt / was kan ich davor / daß er mir zum heimlichen Verdruß die dop⸗ pelte Zahl mit zwey hundert Vorhaͤuten gut gethan? Abn Das blinde Glück Fan einen Schafknecht leicht hoffaͤrtig machen. Es heifft zer hat den Rie⸗ ſen Goliath erlegt / aber wenn wir auch FR 14 UP

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‚Davin BR; Riefelftsinen freiten wollen, fo wären Die Künfte leicht von ung auch verbracht worden; Ich lobe die Toopfferkeit / welche ſich allemal eines gewiſſen Aus;

ganges getroͤſten fan. EN Saul. Sa wohl / ich ſehe / wie das Gluͤcke fpielet: Alein wie waͤre es / wenn ich dieſem Gluͤcke zu einem Triumphe dienen muͤſte? | Ab. hr König. Maj. find von dero getreueften Dienernnicht gar verlaſſen / daß mir Diefem Verraͤ⸗ ther den Königlicher Thron fo gar umfonft einräu: menfolten. Hier fteht mein Blut und mein Her zu Pfande / daß ich diejenigen nimmermehr vor meine Freunde erkennen will / welche dieſen David nicht unter der hohen Commiſſion Ihr Koͤnigl. Maj. vers folgen. David muß ſterben / damit dieſes Kaͤnigreich

ewig beſtaͤtiget ſey. | aul Ach foll mein Eydam fterben ? Abn Die Königliche Hoheit fraget nach Feiner Schwaͤgerſchafft Dieangenehme Michal foll den: noch / dem rechtmaffigen Witwenſtande zu Trotze / mit einem neuen Liebhaber verſehen werden. Saul. So recht / mein Freund / die Koͤnigliche Kro⸗ ne muß beſchuͤtzet werden und wenn meine Tochter ſelbſt dem Bluthunde mit zerfpaltenem Haupte das Geleite geben folte. Dannenhero gehet / und verſi⸗ cherteuch der Soldaten / damit auf allem Fall dieſer Bube keinen Aufſtand erwecke/ und hierdurch unſere AIntention verhindere. | Abo. Der Debellen find viel/ der Malcontenten ‚noch mehr; Doch fo lange diefes Haupt noch zwi⸗ ſchen den Achfeln ftehen bleibt / ſoll es an gehorfamer Sorgfalt nicht ermangeln. | Er⸗

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17 Der verfolge Erfier Handlung

Vierdter Aufzug, Saul, hernach Esbaal,

| Saul. Bi,

DIE Feld⸗Hauptmann gehst dahin / und laͤſſet fich meine Sicherheit auf feine Seele binden, Denn nachdem der umgeheure Goliath von dee fchwachen Hand gefället iſt / ſo werden dieſe ftarcke f Heldenihre Schamhafftigkeit nicht eher befriedigen? /

als bis Die Argerliche Perſon und der Feind ihres Ruhmes wird vertilget fepn. Ach / ihr Monarchen/ / ſehet / was vor Angſt dem Koͤniglichen Golde zuſetzet / und wie ein liebreicher Landes⸗Vater / durch unver⸗ dienten Haß / muß verunruhiget werden / da andere meines Schußes genieffen/fo muß ich aller Sicher⸗ heitzund hiernechfl aller Seeude verluftigfeyn. Esbaal (koͤmmt.) —* Saul. Doch mein kleiner Augen⸗Troſt / aber auch die Urſache meines vielfaͤltigen Schmertzens / wenn

ich bedencke / wie Dein Gluͤcke Dem verfluchten David. zum Opffer dienen foll/ koͤmmſt du nochmals mit dei⸗ nem angenehmen Spiele / welches mir / ich moͤchte faſt ſagen / zum einigen Troſte noch uͤbriggelaſſen wird? Esb. (fafle Saul bey den Händen.) Ach / Here Vaier / da koͤmmt der liebe Sohn welchen dee böfe Mann todt fehlagen will. 4 Saul. Mein Sohn / iſt anderswo ein boͤſer Mann / ſo iſt dein Hr. Vater ein maͤchtiger Mann; bleib bey

mir / ſo haſt du nichts zu befuͤrchten. Esb.

.

—— 13 Esb. Schfoll einmal König werden / und David, der Bluthund / will nicht: Was follich machen? Saul. Was wirſt du machen? Haft du nicht ei⸗ nen Sebel? Ich wolte dieſein Feinde den Kopff ab—⸗

31: | ha Ich bin zu Flein ; ich Fan feinen Kopff nicht ertangen. | | | aul So haue ihm die Beine entzwey / daß er um⸗ faͤllt damit iſt der Kopffniedrig genung. | © 0 Esbaal, (3eucht den Sebelaus.) Se 'nun will ichthun / als ein Cavallier. Ich will gehen / und wenn David tauſend Koͤpffe hatte/fo will ich alle mit meinem Sebel abhacken / wie faule Krautſtruͤncke. Wie ſtehts / Hr. Vater / ſoll ich nicht ein mal König 4 EOSEDEn N >. Kr > Saul (weinet ) Ach / das Fonigliche Geblüte laͤſſet ſich garzu ſehr metcken: Doch mein Kind / du biſt zu langſam geboren worden; Ehe deine Glieder werden tuͤchtig ſeyn eine maͤnnliche Ritter⸗That vorzuneh⸗ men / ſo moͤchte der koͤnigliche Thron in dem tieffften Staube vergraben ſeyn. Immittelſt öõ du verma⸗ ledeyter Bube / ſoll guch fo ein zartes Kind vor deiner raufomfeignicht ſicher ſeyn? Dieſe Unſchuld / die— laͤchelnde Gefichte/ dieſe Freundligkeit / ſolte ein ſteinern Hertze bewegea. E hebt ihn auf / und kuͤſſet ihn.) AUnd dieſer Inhalt meiner koſtbaren Freude ſoll mir aus meinen koͤniglichen Armen geriſſen werden?

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14 Der verfolgte R | Erſter Bendlung Ruͤnffter Aufzug.

‚Saul, Esbaal, Adriel, Merob.

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Mer. Rt Ein Koͤnigl. Here Vater / was follen tie ung bey Diefer halb⸗ traurigenLiebkoſung einbilden 2% welche die Küffe mit Thraͤnen vermifchen/die wollen son einander Abfchied nehmen. 1 Saul. Ich erkenne Das Geſetze der Menfchlichen Zuneigung/ daß die jarteften Kinder Die liebſten find. Mer Und wenn die Derfolgung auf Die zarteſte Unſchuld loß ſtuͤrmet / fo ift die Furcht um ſo viel deſto

—7 _

hefftiger. Rot Saul. Ach / meine Tochter / ich verftche wohl one hin dieſe Rede zielet: Ach dancket dem guͤtigen mel / daß ihr dem Landes⸗Verraͤther nicht feyd zu - Theil worden; fonftmüfteich etwas verfolgen, we⸗ ches an eure Seele gebunden waͤre. Wo Dapid le⸗ bet / ſo muß dieſes geliebte Kind zum Knechte werden, (Er Eüfjetes.) tz we; Adriel. Esiftnicht ohne. Die Rede gehet/als waͤre der Schaffnecht vom ProphetenSamuelheims lich gefalbet worden / und durch dieſe Sabelhat erdem gemeinen Volcke das Herke geſtolen; Wo ihm der Hals bey Zeiten nicht gebrochen wird / fo wird. der Name Eur. Königl, Maj. in kurtzer Zeit verlo fchen ſeyn. Und eben diefes Kind/ ach mein Föniglis eher Herr Vater vergoͤnne mir / daß ich mich * or 2% |

nr) 15 Fiebe und in die Traurigkeit theilen darff, Ernmt ihm das Kind ars denZirmen,) Diefes Kind wird den hoͤchſten Schmertz doarhey zu ‚empfinden haben, Ach du letzte Freude des koͤnigli⸗ chen Ehe⸗Bettes 7 du wahres Ebenbild der Füriglis chen Vergnuͤgung / ach / wirſt du einmalunter Das vids Schaf⸗Jungen geſtellet werden / und wird Dein Eoftbares Blut unter deſſen unbarmhertziger Geiſſel ausgepreſſet werden? Wirſt du einmal unter dem <hor zu Bethlehem die Schaf⸗Lorbern zuſammen kehren? oder wirft du gar / als ein Verſchnittener / Davids Kebsweiber bewachen muͤſſen? RER Fan nichts fo arg gedencken / es kan uns och aͤrger begegnen. J on das Kind auf dte Armen.) Ach / mein liebfter Bruder/ der Himmelgebe doch / wofern wir zur Dienſtbarkeit verfauffet ſind / daß wir neben einander gelaſſen werden / fo will ich doch zun wenigſten erweiſen daß auch eine Magd der Schwe ſterlichen Siebe nicht vergeffen darff. Ach / warum ſoll ich die Zeit. nicht erleben / Da Der koͤnigliche Herw Vater wegen deines Hochꝛeit⸗ Feſtes / unter dem gane tzen Volcke einen allgemeinen Freuden⸗Tag auge ſchreiben fan! Ach laß dich an mein Hertz druͤcken/ esmochte uns pielleicht verboten werden / ehe fich die Sonne zum Untergange ſchicken Fan. | Saul. Verfchonet mich mit dieſer Klage. Ein KRonig iſt ſo lange unuͤberwindlich / bis er von unbe, wehrten Perſonen uͤberwunden wird. (gebt ab.) r Die Pfeile find glücklich verſchoſſen. Der ‚.. KRoanig wird nicht cher ruhen / bis Dabid zu Boden Mer.

GErſter Gandlung Sechfter Aufzug.

* Sual. | (nat fich a Action etwas an der Scena ſehen lafjen. | Mor Herren / was meynet ihr? Das heifft nicht ed falfch geſpielet; Es iſt nur ein politiſcher Streich / der zu Hofe mit unter die funffzehn freyen Kuͤnſte ge⸗ zehlet wird. Da muß nun das unſchuldige Kind dem alten Herren einen barmhertzigen Floch indie Hertz⸗ grube ſetzen; And wenn Adriel recht bekennen ſolte⸗ o weis ich / er würde wuͤndſchen / das Kind mare eine Schwelle / daruͤber Saul und fein Geſchlechte ſtolper⸗ ten / daß fie den Hals brachen. Zwar daß ich eine proffe Affection gegen David haben ſolte / das ift mol nichtwahr. Ein folcher Frey⸗Reuter zu Hofe / wie ich / der iſt gerne bey Leuten/da man zufreffen und zu fauffenhat; Aber Daß ich mit dem lieben Herrenalle Tage fechsmal indie Beth-Stunden/und alle Mo⸗ nat vier und zwanzigmal in den Krieg ziehen will da hab ich meinen Kopff / meinen Bauch und —J— mehrt

*

bu: | David. 4 17 nicht Darzugemöhnet. Aber eins gefällt mir nicht: ge zeucht fich alle Sachen ſehr zu ihe/umd wenn er naͤrriſch wird / ſo zancken wir ung allemal um die Oberſtelle Und das iſt S. Velten’ der Unterſte ſoll von dem Oberſten Maulſchellen lei⸗ den / damit bin ich ohen und unten betrogen. Das beſte wird ſeyn / daß ich mir bey dem Philiſtriſchen Ei⸗ ſenkraͤmer eine Sturmhaube beſtellen ſoll / fo habich ein gut Pflaſter wider die Ohrfeigen. |

Erſter Handlung Giebender Aufzug.

Jonathan, Sul,

F Jon. &S3 da / Sual! was haſt du vor ein Gefpräch N son Maulſſchellen? wilſt du damit handein / ſo zeuch unter die Philiſter. | | Sual.Herr / ihr habt gewiß einen Weiffager-Seift : denn ich gieng gleich mit meinen 99. Sinnen zu Ra⸗ the / wie ich meine Sactorey mit Ohrfeigen / bey denen hiliſtern anſtellen wolte. Denn der bißherige andelsmann moͤchte nun bald bangverot werden. on Deine Poſſen find mir entweder zu hoch / o⸗ der zuniedrig; Denn ich verſtehe nichts darvon. Sual. (ad spe.) Wenn von Maulfchellen gevebt wird / ſo muß man entweder zu hoch oder zu medrig ſeyn /o gehn fie druͤber oder drunter weg. on Ich will wiſſen / was deine Kauffmannſchafft a bedeuten hatt? B Sual

ER ee er I; Sual. Sch Fans wolfagen: SIE nicht wahr / un⸗

18 Der verfolgte

fer Herr David hat bishero Dasrechte Monopo= lium mit ven Maulfchellen unter den Philiſtern ges habt: Und went jemand Schlaͤge gebraucht hat / ſo iſt der Wechſel⸗Brief an ihm geſchrieben worden / dafs er hat begahlemmüffen. Nun aber möchte der gute Kerle auffeine Singet contract werden / fo that egnoth daß ein anderDie Handlung annahme/ che fich Die Kunden verjettelten.

un. Du redeft durch teeffliche Gleichniſſe Doch wer will ſich unterſtehen / dieſen Helden auf die Finger zu klopffen |

Sual. Ich bin fein Narr. In meiner Vocation ſtehet die Clauſel daß ich kein Waͤſcher ſeyn ſoll. Eh wenn ich doch fagte/ daß Hr, Adriel den Koͤ⸗ nig wider Hr. David aufgehetzet hat; Wenn ich Doch fagte / daß der König felbft auf ihn gefluchet hätte; Wenn ich doch ſagte / daß man ihn

Bet

get haͤtte / als wolte er den kleinen Prink ums Leben ringen. Ep wieſchoͤn wuͤrde mir ein Ballet in der Küche over ſonſt ein Ehren⸗Tantz im Stalle ange⸗ fiellet werden. Das laß ich bleiben daß ich ein FR äfcher bin und wenn andere deute gar zu viel von mir. wiſſen wollen / ſo wol darvon lauffen. | ‚x

&; ab) er) Jon, Du hafl Dich in Deiner Verſchwiegenheit Allein gehe nur fort / ich

Die Merckmale

mflar genung vor den Augen/ daß. H tzens Freund / und die Helf⸗ nnetroird, Vielleicht Sn ſo

x

Ri forenig Erempeleiner beftändigen Steundfchafft in der Welt anzutreffen find, fo twill auch das erzürnte

i 7

7 . 1

doder ſterben ſol?

*

David⸗ 19

[tıc£e unferer Liebe zumider ſeyn / Damit die gange

Belt durch ein vollkonumenes Erempel wicht möchte

bejehämet werden. Heifftdiefesein Königs-Sohn/

dem Die Liebe perboten wird? Ach warum bin ich nicht ein Schafer zu Bethlehem worden / ſo wolte ich mit meinem geliebteſten Dapid in ein verborgenes Gepuͤſche entweichen / da wir bey dem Klange unferer Schalmeyen alle Verfolgung ͤberwinden /und um, feren deinden zu Troge triumphiren Fönten,

Erſter Handlung

fi Achter Aufzug Jonathan,David. 54

aA ich erfreue mich über deſſen Ankunfft. denn nicht erfahren ob ich leben

J u, j

Wire

Day, Der Königliche Befehl winget mich ben

ee toied nicht fterben. | | Mein er Seinde find zuniel/ alfo daß ich offte

an der Söttlichen Huͤffe 4

on,

Beni. Der verfolgte,

Jon. Doch der Göttliche Schuß iſt noch geöffe; nd ich möchte wunſchen daß Davids Segen auf mir und aufmeinemSamenliegenfolte Dav. Mein Jonathan hat einen Koͤnigs⸗Segen; aber ich bin der geringſte in Iſrael. ET on. Nun wolan / fo wollen mie uns in den S ‚gentheilen. Hier iſt meine Hand; Goͤnnet mir Gott ein Gluͤcke / fo ſoll mein Liebſter David davon nicht ‚ausgefehloffen fern. Soll aber David Durch den Gegen des HErren etwas höher ſteigen / ſo bitte ich es möchte meiner und der Meinigen nicht vergeſ⸗ fen werben. | | Dav. Wer bin ich / daß ich fo einen flolken Bund eingehen ſoll? | Jon. Esift mein geliebtefter Schwager / welcher duch die Berfnüpffung meiner Echwefter mich felbit noch mehr verbunden hat. Dav. Aber was ſoll ich von dieſer Verknuͤpffung dencken? Die Morgen-Gabe / die mir abgefodert ward / zielte gewiß auf meinen Untergang / wenn mich Gott nicht ſo kraͤfftig gemacht haͤtte / wey hundert Philiſter zu erſchlagen. on. Mein liebſter Bruder / heute iſt nicht der erſte Taͤg / da unſere Liebe zu Kraͤfften koͤmmt; Drum bite ieh / man rechne mir die Miſſethat nicht zu / welche von den Meinigen begangen wird / und dabey nein Vermoͤgen nichts verhindern fan. Gnung Dakich fage: Wer Davids Feind iſt / der follmich entiweder ‚Dicht zum Sreunde oder nicht zum Schülffen haben. Dav. So bleibich Denn bey der kuͤhnen Gewohn⸗

ur

—— a, 21 Er: dm 6 ale m meinen inen König ref refpe&iten vot wol: F Ton. (umfaffeibn.) So ruff ich Demnach den groſſen GOtt zum Zeugen, daß meine Liebe ohn alle Falſchheit brennen fol . Dav. Und ein brennender Strahl aus: den. Wok een verſehre mich / wofern in meinem Herten⸗ gegen dieſen Bund ſoll gedacht werden. A Joa? Nein Vermögen foll Davids Zermögen

* Din. Und Jonathan ſolluͤber Davids Armuth zu aibieten haben, Mr David laſſe fich meinen Samen zu ewiger hithat befohlen ſeyn. Daov. Jonathan ſey ewig geſegnet / daß Davids Samen unter ihm erfreut werde. |

Erſter Bandlung

MNaeundter Nufzug. ſonathan, David; Michal, SR 26 Mich.

MeEin Hi Bruder) er fey nicht: zu hegierig /

ſonſt kommt eine Perſon mit ihrem Einfpru- & darzwifchen.

Jon. Meine Sr. Shweſter / deßwegen hat ſie ih⸗ ren David, gang bekommen, daß ich denfelben gantz

; altenwoil. 3 Fe Wie oberen me ich ſagte: Die

23 ‚Dervaflgtt waͤren mir geraubet worden / welche Jonathan geneſſe haaee ne 2 on Sie gehe zu ihrem geliebten David / und ver⸗ ſuche / ob an ihren Kuͤſſen etwas ermangeln wird, Mich. (umfafle Davıd) Ach mein geliebte⸗ ſtes Kind/ich vergnuge mich din dem Scherhe / wel⸗ * ‚von dieſen vertrauteſten Freunden miß— allen | SER ‚Dav. Und eben diefe Sechmüthigfeit verſichert mich / daß zwey Perſonen leben welche mein Gluͤcke beſchuͤtzen ſolen. —3 Mich. Mein Liebſter hat dem Gluͤcke zu befehlen: Er wird feines Schußes bedürfen. Dav. Ein Wundyder fo leichtfinnig ſchertzen kan / muß auf folche Maffe verfchloffen werden

(Aüfferfie)

_ Jon. ch ſehe / die Comwdie wird angefangen / darbey mannur zwey Perfonen und Feine Zufchauer vonnöthenhat: Sie leben wohl / und laffen mich in der treuen Liebe den dritten Mann ſeyn. Dr Mich. Achy Herr Bruder / feine Gegenwart iſt uns ſo lieb / daß wir unfern Schertz gern auf die Sei⸗ te ſeey wvv BR Jon.Und ihre Bergnügung gehtmir fo zu Hertzen/ daß ich dieſelbige in meiner Einſamkeit über die maß ſen belachen will. J— Dav. Ich bitte ſelbſt Er beſchuldige meine Liebe nicht / als wenn fie einen Freund verjaget hatt, Jon. Wie kan ich verjaget werden / nachdem un⸗ fere Hertzen fo fefte verbunden find? Und eben Bon | wegen

Bm

David. Rt

= oegen Degen will ( ih dav gehen ‚damit ‚damit David auch in auch in weiner Abweſenheit bekennen muͤſſe / daß Jonathans

u

Hertze ben MirhalsLiebe/ gleich als ein Zeuge da ge:

weſen ſey. gehet ab). Mich. Ad) ! gluͤckſelig if die Berfon / weche ſich eines treuen Freundes verſichern kan. Day Und gluͤckſelig ift Die in den Armen einer ee Liebfte ruhenfan. Mich. Wer an wundersfchöne Leute, ‚gedenckenge rider muß feine Augen von mir wegwenden., ‚Dav. Iſt das nicht wunder⸗ ſchoͤn wenn man ei;

| 28h Tochter ft; und wenn der Königliche

and durch einen aufigenteib/und durch fo viel ent⸗

zuͤckende T ügenden begleitet wird! Mich. Ig / ich moͤchte wunderſchoͤn heiſſen. ‚wenn ic meinem Hertzliebſten einen gnadigen Schwieger⸗

Vater verſprechen koͤnte.

Dav. Ich weiß noch von keiner Ungnade; und wenn guch etwas unverdientes uͤber mich beſchloſſen waͤre / ſo wuͤrde man die Verantwortung der vaͤter⸗

lichen Thaten ſchwerlich von einer unſchuldigen Toodhter abfodern.

© Mich. Zum wenigſten weiß ich diefes: Mein

Königlicher Herr * hat befohlen / daß ich den angenehmſten David lieben ſoll. Fr Und alſo muß ich. die Königliche Gnade ruh en. Nich. Wer feinen Eltern ungehorſam iſt / der ver:

= ndigetfich; Und damit sch Feine Sünde auf mie

* ſo thue Wdieſes. kuͤſſet ihn) DE Day,

7 Dervefolge Dav. Der feinem Könige ungehorfamift der bes beleidiget die Majeftät: Und damit ich Fein Rebelle heiffen will / thue ich Diefes (kuͤſſet Sie.) J

Erſter Handlung Zehnder Aufzug.

Die Bortgen und Ziba

| | eb: | Eh mein Herr David, er feh um des Königed: Wohlfahrt Willen gebeten/ und, komme doch mit feinem Seiten-Spiele in das Koͤnigliche Ge⸗ mac, Der unruhige Geiſt laͤſſt fich wieder mer⸗ cken / und es ſcheinet / als wenn die andern Mittel wol⸗ ten vergebensſeeeeeeee 11 Mich. Ach wie muß doch alle Freude mit einer bittern Poſt verderbet werden! Zielet denn alles auf unſern Untergang / daß auch der boͤſe Geiſt uͤber unſe⸗ re Vergnuͤgung ſo KR ee, hatl: 2.2.0000 _ ‚Zib. Die Sache leidet keinen Verzug. Werdeg Koͤniges Wohlfahrt liebet der wird folches durch einen ſchleunigen Beyſtand erweiſen. (gebet ab Dav. Mein Kind / was thu ich? Der Koͤnig iſt mein Feind / und ſeine Raſerey koͤnte wol einen Todt⸗ ſchlag entſchuldigen. Mich. GOues Schutz wird das beſte thun⸗ Wenn man dem Koͤnige dieſen geringen Dienſt ver⸗ ſagte / fo wuͤrden Die Verleumder etwas zu urtheilen

haben. 5 2 . Davı

zn

Pi 4 es, 0 Dav. Sch gehe hin. Doch wo ich der Gefahr entlauffe / ſo gefihichtes in Anfehung meiner hertzge⸗ liehteſten Michal / welche durch meinen Tod noch nicht foll zur Witwe werden | . Mich. Die Krafft des Himmels begleite feinen Ausgang. ne...

J (Siegehen an unterſchiedenen Orten ab.) Erſter Handlung ilfter Aufzug.

A | ei nen folchen Buben Fan ich fo lange prüigeln Mlaſſen / bis er reden lerne, | Sual. Und andere Leute prügeln mich bis ich ſchweigen lerre. u | Isb.&o will ich dennoch wiſſen / warum einfol- cher Tumult angefangen wird? i Sual Wenn der König eineMafqverade tanftı ſo werde ich wol feine Grabe⸗Lieder fingen, | b Was ſagſt du von dem Könige? Wer foll Abm OvabezLieder fingen? Solche Reden werden dich das Leben koſten. Saal. Mein lieber Herr / ihr thut trefflich fremde, a das erſtemal / daß euer Herr Water zum Narren wird / und iſt es denn fo eine groſſe Suͤnde / wvenn ich fein naͤrriſch darbey thue / daß mir deſto cher b. Ad Himmel! muß das Unglück unfers koͤ⸗ | AF d 5 niglichen

hl

5 e

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26 Derverfölgee

niglichen ‚Sofes auch von den Narren verfpoftet werden? Doch ich rathe dir / 1 Marten | te nicht mehr uͤber Deine Zunge ſpringen / fonft will ae die meifen laffen / tag ein Sclav verdienet hat / der die Majeftat feines Königes befchimpfet. RE Susl. Ich will leicht das Maulhalten. Aber wenn Dasid mit ſeiner Harffe oder mit feiner Larve kom⸗ men wird / fo moͤgt ihr ſehen / daß er feine nicht zu laut machet.

1b. Iſt Dewid beſtellet worden ?

Sual. Freylich muſten wir zu dem allgemein urmfchneider lauffen. Will doch Feine Otter⸗ Salbe mehr verfangen / wenn der Leyermann ſein Recipe nicht darzu bringt.

Isb. Ray verfſucht ſey Das Ungtäcke/ dabey wir unfern Feind um Hülffeanfprechen muͤſſen /

Sual. Ich wolte wuͤnſchen / Herr David. ginge des Nachts mit ſeinem Seiten: Spiele gaflaten; ich weiß / er würde manchen Schelmen aus feinem heimlichen Neſte vertreiben. Ich habe feine Kunſt nur etliche mahl zu Hofe gehöret und mich —** ſeit derſelben Zeit bin ich einem Reichs-⸗Rathei in mer naher kommen. 7

Isb. Weiche von mir! Wo dergleichen Unfall u den öniglichen Pallaſt berühret / da find mir ſoche Schelmen verdruͤßlich.

'Sual. Ich lieffe gerne davon; abe das Lochwird J uns verboten. Re

4X 8 * es PUR ETER ö ER, j —— Fr \ * Etrſter G TE rn. & * —2 —4 * * F x .

1: a J * EU, re * 4 4 . . . ne

David. 27

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wir, St. p i » 24 It _

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Isboferh, Sual, Saul, Ziba,Chefib, ae BAAR u Nr

8Sau |

ICh bin König in Iſrael / und wer mich zwingen

Iwill / der hat ſein Leben verwircket.

26JIhr Maʒ. beduͤrffen der Rukz. Sie belie⸗

be Par demLager zu verfuchen/ob ſich der Schlaf n will:

Saul. Io haben diePhilifter ihr dager aufgeſchla⸗

gen/ und wo hab ich den Krieg verfchlaffen? # Zıb. Ad) Ihr Mas: Sie laffen ſich erbitten. Saul. Ich laſſe mir nichtsgebieten ; Wer mir ent-

gegenfommt/perfoldesZodesfehn:

Isb. Ach Here Water) hat ein Sohn die Gnade AS TUDILERN U ee | Saul. Mein Sohn / geh fort/geh fort! du darffft

mich um Feine Gnade anfprechen. Ich meis mohl/

Du wilſt Hülffe fuchen wider Den verfluchten Verroͤ⸗

| en Aber ſieheſt du nicht / wie er ung ausge⸗

u) lee A SER TUE .Isb. Die Surcht ift vergebens: Der ſchwache

David foll uns noch wenig Schaden thun. Der fo:

nigliche Hr. Vater beliebe nur die Ruhe zu ſuchen. Sual Wenn mich die Leute heiffen zu Bette ger

hen / ſo bin ich gar gehorſam.

Saul. Siehe da Boͤſewicht / wilſt du mir wi von

ehor⸗

28 Se verfolgte 0 Gehorſam predigen? Halt / ich mil ſehen / wer in Die ſem Pallaſte zu gebieten hat. N Sual. Jun merckeich ausallen Umſtaͤnden / daß meine Schlaf eitnochnicht vorhanden iſt. Br Saul, Höre Kerl / warum ſteheſt du aufdenKopfe? Sual. Ach Here Koͤnig / mein Kopff ſchwebet noch

Saul. Milft du deinen König hofemeiſtern? flugs ee

gib mir die Hand,

Sual. Da if meine rechte und meine lincke HDandz welche iſt die ehrlichfte? 8Holla /Boͤbe / du wilſt mich mit dem Fuſſe treten. ch werde eine andere Sprache mit Die Hit reden anfangen. _ ne (Er überwirffe ſich poffirlich mitibm.)

22 u

Erfierbendlung a ET Aufzug 2 Die Borigen uindDavd,

* David, 29 Welcher ſich unter währenden Tumulte mie der Harffe ſachte heraus begibet / und ſo lange verzeucht / bis das Lachen “n»orubeif) Ä | 9... "Dav | - AU barmherkiger GOtt / wie Fan Doch niemand MD Heine Gerichte erforfchen/ und wie müffen auch

die machtigften Könige vor deinen Wunderwercken erzittern Du haft an deinem Geſalbten wiederum

etwas ſchroͤckliches fehenlaffen „damit wir Untertha⸗ nendelto mehr Urſache haben/ung vor deiner udemuͤthigen. Allein ich bitte um Deiner Verheiſ—⸗ Jung willen / damit Das Volck Iſrael nor andern Woͤlſckern begnadiget iſt / laß doch mein Saitenfpiel

rovicket / und der Anfall des boͤſen Geiftes durch dei⸗ nen Namen abgetrieben werde. (David faͤnget an zu ſpielen; Saul koͤm̃t etwag zu ſich felber/ ſetzt ſich nieder.) Dav. GOT ſey gelobet / daß auch dieſer Klang nicht vergebens in die Lufft vergangen fe Saul. Mein Sohn $sbofethufayd ihr da? Isb. Mein Herr Bater/ ich bin hieher Fommen/ meine unterthänigfte Aufwartung abzulegen, aul Mix iſt gar bange ums, Herke. | ‚.. Isb. Die Bangigfeit wird Durch einen geruhigen Schlaf überwunden werden. Saul. Wo iſt mein Spießrdaß ich mich drauf leh⸗ nen kan? denn ich fühle die Mattigkeit in meinen Schenckeln. | |

(3

. Isb, Ihr Maj, begehren den Spieß; wo iſt er blie⸗ un? (De

dor dißmal krafftig Kan danıit der Koͤnig wiederum

39 Der verfolgte

(Der Be wird von den Dienern 2 reicht. |

ub. Mein David beliche noch eins ui

kn. Saul. Ich halte / du fpieleft mir den Todten⸗ Tank; Sich du Dund/dashaftdu verdienet. (Zr fchieflee mie dem Spieſſe nach ibm David machet fi ch dav⸗ 4)

Isb. Ach mein Herr Pater entrüfte fich nicht. Saul. Soll ich dieſen Buben por meinen Augen fehen / der mein Fonigliches Haug untertreten am Auf / ihr Diener} eilet dem Derräther nach / bringe ihn lebendig oder todt. Und du Cheſib du Bald euch beyden wird es ernſtlich befohlen; Nehmet ſe viel Leute zu Huͤlffe / als ihr koͤnnet. Wer des Könk ges Befehl nachlaͤſſig verrichtet / der ſoll verfluch und ſein Geſchlecht ſoll ſchaͤndlich N mer en. *

Erfier Bandlung

re Aufzug. ag Chefib, Bala. #

Chef SL)

SS, König befiehlet ung was / und "Y weis nicht ob wir duͤrffen gehorſam ſeyn.

Bal. Ich bin ein plumper Kerl / was meine Obrig⸗

keit haben will / das thue ich. Gibt es was junerantz

worten / ſo mag derſelbe zuſehen / der es befoblen Ban |

aan Bart, = PIE EEE Ri has hats in feiner Naferep befoh; en % Es Kr N 2” —— er wieder zu

| een lief, het on: ſollen wir gegen ſolchen Offici⸗ ‚zer Seweltbraud en?

- Bal, Nein / er uns got Philiſter anfehen/ mp möchteung ein Paar Kiefelfteine in die Stirne fehieken / daß wir Des Wiederkommens vergäffen.

Ißennic mich todtſchlagen laſſe / jo begeheich gegen meinem Seren Die —— denn ich beraube

In ſeines beſten Dieners. © Chef. Wenn esdahin koͤmmt / ſo bin ich meinem Herren ſo teen als duz Und als ich neulich im Krie— ‚ge ſen⸗Geld gab fo geſchahe es nicht Sterbens⸗ Dover Lebensmegen; Es mar mie nur um meinen Zerren leid / daß er fo einer qvalificirten Perfon nicht * en folte, Aber wie fönnen mir ehorſam ſeyn?

Wir wollen ſprechen: Er ſoll zum Koͤnige formen; Der mag ihn fieden oder braten laffen:

Damit wird Die Arbeit einem andern verdingt.

Chef. So wollen wir unfer Amtantreten. Mer

as Haus mei et / da ſich David verfterket hat /

einen Schwinderling ‚geben,

| as iſt das voreine Muͤnte?

ag meine einen —— wie er auf dei⸗ nem Backen geſchlagen wird.

Bal. Aber du biſt nicht der Münsmeifter. Komm

nur fort/und mache / daß wir Feine Schreinderlinge

Beydem Könige verdienen. Er⸗

ER

Der verfolgte

Erſter Handiung Ad

unfzehnder Aufzug. David, Michal. FR

| Sm mußalles fertig ſonſt bin ich bet

Nee Sn diefem Haufe wird uns niemand | zu Leide thun. Dav. Ich fuͤrchte mich vor des Königes Zorm 6 Mich. Und ich hoffe auf des Deren 2 Vaters nade, A Dav. Wer mich vechtfehaffen lieben will / da N mich nicht mit ungeitiger Hoffnung verdammen helf⸗ fen. Ich muß die Slucht nehmen/ und ich beſorge / der | * zur Haus⸗Thuͤre wird mir ſchon verboten

a

ſeyn. Mich, Mei Kind / worzu dienen die überfͤſigen Sorgen?

Ber: Sie Dienen darzu / daß ich meiner uͤberfluͤſſ gen Verfolgung entgehen will. Ach / es iſt ſchon ie⸗ mand da; Ich verſtecke mich indie Kammer; mo ich nach Hofe spe werde / fo ſaget nur / ich ſeh Franc, (gebt ab.) SR

Mich. Ich muß gieichwol ſehen / wer fo angeſtũ } anklopfft. |

Erſter

1% Sehnde Aufzug, | Michal, ‚Chefib, Ball...

Mich, gg; n euer Degehr?

Chef Meine Frau halte es md Mr Gnade da wir unſere gebuͤhrende Hoͤfligkeit auf die Sch fesen m tiffen. Se 0 laffen ernftlich befehlen / daß Herr David bald zu Hofe erfcheinen folle.

» "Mich. Ihr lieben Freunde / der gute Mani vom Erſchrecken hevslich kranck worden. Vermeldet och dem Koͤnigl. Hn. Vater meinen unterthaͤnig⸗ Men Gruß / und ſaget / doß ich ihn bitten kaffeser wolle Berg ehen bisaufmprgen,. © Bal. Bir find Diener) wir haben Defehlmicht von dannen zu meichen/biser unsfolget. Mich. Und: ich bin eines Koͤniges Tochter; ich Be beffer / wie weit fich die Koͤnigl. Befehle erſtre⸗ | PINK. ſaget / daß ich euch dieſe Auslegung

ein —9* el Oh fan mic) leicht abtveifen laſſen. A Und —* ik wer ig Auspußer mit E en wird

J Der verfolgtfe RER: ErfterBandlung Giebgehnder Aufzug.

Michal, David. |

a Ni; Be 4 EL Pre Rind / nun find wir. Nenfle Setche Dav Achnein / ich kenne des Koͤniges Sim; Ehe er mich imverfolget lieſſe/ ehe muͤſſen mich ‚Diener mit dem Bette hinauftragen. * ‘Mich. Was ſollen wir aber thun? g Dav.-Sjn.der Stadt habe ich feine Sicherheit eintzige Zuflucht iſt zu der Stadt⸗Mau er / "daran unſer Haus gebauet iſt Damp ich me nem Seile hinunter gelaſſen werden. * NMich So wird der Korigdie Stucht vi übe | empfinde en. bav. Baffergefiohen, lag erben. | Mich Ich erſchrecke vor behdden. Dav. Mein Kind / fie leiſte Den da⸗

mein getreueſter

durch ſie einer beſtaͤndigen * eſter ewogenheit erſi

Jonathan einer unveraͤnderten

chert wird. En ad, Ach & ich meinen Liebften fo bald ven lie

ren? pe

. =. J "u j ı 4

Davids r 33

a x ar —— Fr ſoll auf beffere Zeit gefpäret F Er Und hiermit vor dißmal zu guter Pacht. | ‚Die Thuͤre gibt ein Zeichen/ daß ich entweder zu mei⸗

nem Tode folgen / oder zu meinem geben über Die

uer ſpringen muß. Gehen sb.)

Erſter Handlung ae Achtzehnd er Aufzug.

Cheſib, Bala, hi ee BFRAN Michal, 3 Ki nr .. Mor. } Tr PER wicht Urfache viel ansuflopffen ; der > Sönigl. Befehl will —— Cheſ. Die Perſonen ſind ale aus dem Gemache

r entioichen. |

‘Mor. Und wenn das gantze Haus, folte zerſtoͤret werden ſo muß der Koͤnig vergnuͤget ſeyn. So lan⸗ ge dieſer Rebelle noch von der Sonne befchienen wird/fo lange dürffen wir ung son der Königlichen

une gutes verfprechen, Do) wo foll

X J——

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bi.

i

David verflecket ſeyn

wal Er hatte in * Bette geleget; Vielleicht

iſt die Frau Gemahlin bey ihm ſitzen blieben.

Es iſt ein ſchlechtes / daß die Kammer⸗ Thuͤ⸗

a geftürmet wird.

ER Be Mas bekomm ich vor Gaͤſte in meinem Jaufe

Mor. hr Gnaden af * die Ben ii

H% rn De verfolgte mifalien. Wi Mivrkfommen: nicht als Gäfte/fondern als Rru Koͤnigl. Diener/welche Befehl haben zihren David. | entweder zuführen / oder / wenn er fich kranck fiellen will / ihn ſelhſt in dem Bette hinauf zu tragen.

Mich. Es iſt zu grauſam. Soll denn Fein Der 2 zug bismorgen verſtattet werden?

Mor. Ihr Gnaden verfündigen fich.nicht an dem Herrn Vater. Denn im Namen hr. Koͤnigl. Mas. Fan ish nicht verhalten / wiedap die neulichſte Norbitte gar ungnädig iſt aufgenommen worden. Und der Schlußift fchon-gemachtiwerdiefer Berfon beyſtehen wolle / der foll auch won der Straffe nicht ausgeſchloſſen ſeyn.

Mich So geht doch hin / und thut was hhrwollet; | Ich will doch von al nicht ernen wie ich meinem. ö Herrn Vater reſpectiren ſoll. |

‚Mor. Wo iſt nun der Verraͤther? En

Mich. Ich habe keinen Königlichen Befehl / daß 3* zeigen ſoll: Wer ihn haben will / ber: mag ihn

Mor Es ſoll auchg aſchehen.

(Sie fallen mit en Bine) R Mich. Nun bin ich’ des Todes Nachdem meine. Ahnung nicht verſchonet wird / fo muß ich Far genung abnehmen / daß der Reſpect der Vaͤterlichen Liebe gar ſchlecht wird in acht genommen wer Ki

Mor, I) Berrätherey! follen wir ein todtes Bild.

‚an flat des lebendigen Davids zudem Königebrins gen? Und follen unfere-Hände gu einer Token gl or

En ebrauchet werden ! Mich. Ach! was iſt dad

a a 9 Mor. IBasfoll da feyn? Ein Bild: ift daywel- ches den König. fehimpfen will.

Mich. ch mein. Herr / was ſoll ich thun? Ich Fan meine Miſſethat nicht verſchweigen dazu mich H unglückfeliger Ztoang verleitet hat. David feß- te mir Das bloſſe Schwerdt an den Hals’ und dreue⸗ te mir den Tod / wofern ich in dieſen Betrug nicht willigen wolte. Alſo iſt ex in das ſreye Feld über die M auer entwiſcht und ich Ungluͤckſelige bin allhier Baͤterlchen Ghade ohne Troſt und ohne

+

Sch 8 gelaffen worden.

#7 RM A aE

Nich.· So hab ich gleichwol Die Hochzeit-Steude

genoffen/ daß ich in der erflen Woche meinen Lieb⸗ ſten verlieren / und zugleich auf Seiten des Herrn Vaters einer gewiſſen Lebens Gefahr ſoll unter⸗

NMich.E

N

worffenfpte Erſter Handlung Neungehnder Aufzug. 0... Michal, Merob.

Olſt du meine Schweſter ſeyn? Soll Dich der - Königin Iſtael sruge haben? Und gleich. | 3

wol

nn ——-

wol ſolſt du einen —— des ah hinaus parthiren ? D verhuchte Perſon!

Mich. Ich haͤtte mir dieſen Abend von einem we ur Schweſterlichen Zuſpruche nicht traͤmmen 7

en.

Mer. Es iſt an feine Traͤume zu hedencken to man th ſich mit wachenden Augen verſuͤndiget hat.

Aich · Schwefter / ſhonet meiner Unſchuld/

ich ue mit gleicher Muͤntze bezah⸗

Mer. Das it fein Wunder / daß verroͤtheriſche Perfonen auch unhöflich ſeyn. Ich halte diefes an ei⸗ ner Tochter vor die hoͤchſte Unhoͤftigkeit / wenn fie aus der Eltern Befehl ihren Spotttreibet.

Mich. Sch habe wa ee ala ich fonft Dee geneinihen Todes⸗Gefahr nicht hätteentrinner

oͤnnen Mer. Ein unfhufdiger Tod. waͤre beffer als ein verfluchtes Leben. J Mich, Hort doch / Fr. Schweſter / wie lange iſts je: Dr ch Herr David über eure Verfolgung a

"Mer So lange die Verraͤtherey iſt offenbat worden. Mich. Ich dachte / ſo lange Herr Ark Hätte Beylager gehabt. FR Mer. Ach Schtoefter / ich mercke ———— zielet. Ich muͤſte mich ſehrecklich nach dem Schaf Knechte geſehnet haben. Seinet wegen BR I nimmermehr lic HM 3 r

> a

David, 239

© Mich. 3 Indeſſen hat Hr r. Noriel nicht fo9 viel lie;

& 1 fodt ge chlagen / als mein Hr. David Philiſter aehlen kan die er zu Boden getreten hat.

© Mer. Das plumpe Stücke aͤſſet wanchmal einem u ihpstirdigen Kerlen was gerathen daraus man doch

wenig Tugenden erfermenkan. Wenn mein Herr driel mid der andere nach dem Koͤnige fenn/fo I

‚den die Vogel inter dem Himmel Dabids Stil

lange v fbleppet haben.

„Mich. "sch höre aber Herr David muͤſte vor um nen Wille gefraget. werden.

Mer. Ich will: Und was ich will /das will mein Mann; Und was mein Mann will / dem darff der Koͤnic nicht toiderfpreshen, .

. 3

Mich, Aber wenn Dasid hingegen fügte rer wol:

te nicht. Und ich bitte allen Leuten Trotz /daß ſie mei⸗

nen arte en Finger anühren/ ehe ſie ihn in

ihrer. Gewalt hab e ah fer iM auch) daß ſoſche Worte das Le⸗ en koſten? . Mich. nd wenn ich darvon ufft / ſo fan mi ſo wenig ‚Schaden gefehehen/ als meinem: Siebften. Do hie Sr, Schtuefter hat ſich nicht aufzuhalten,

wo N ie ne anders reden wihals von dieſer Mate⸗

rie / ſo ihren Abfchied. » en 66 ARE bklenehmen:

" möchten: uns kommen. Wo David nicht gefunden: wirdſo ß die Verraͤtherin ſterben

EEE

_ Mich. Bor diefen Worten ſterb ich nicht: Die Pfeile müffen ſpitziger ſeyn. Das fag ich noch einmal /

Doing haben onen entlauffen en tod der un— ER: et RAT ſchuk⸗

4 Der verfolgte ie Adriel nimermehr an feine Stelle kommen Wenn der ON Rund nicht eines Königes Toch⸗ ter hatte / fo gebe niemand einen halben Silber ing. vor feine Reputation. Aber David, haterwiefenf daß er eines Königes Tochter würdig if. Damit gehet hin/und habet bey dein fehönen Manne / der al⸗ ſes till / was ihr wollt / cine gute und böfe Pacht: a (Beber ab) ge 2 "Mer. Ich muß nic ſchaͤmen / daß mir die Schwe⸗ ſter mit Worten überlegen iſt. Ich kam herein / und wolte meiner Schweſter noch ſo ſcharff —* nen / weil fie uns in einem ſo guten Anſchlage verhin⸗ dert hat. Doch vo das Gewiſſen mit der Zunge nicht einig iſt / da wollen die Worte nicht allezeit gez —5— fenn. Ich weis wohl / daß David uuſchul⸗ gift: Se Loatte auch enge tüncheh, daß ich ihm zur ebſte waͤre zugethellet worden. Denn ale hätte ich einen doppelten Weg zu dem Koͤnigreiche dor mir geſehen. Aber es bleibt bey dein Sprich⸗ torte: Was ich nicht haben kan / das muß ich vera folgen; Ich will auch dieſen Abend noch eine Probe erteifervdaß ich Stroh genung im Vorrath habez Welches ich zu Dein Feuer tragen will. J Grſter handlung wantzigſter Aufzug. Abner; Isboſeth, Adriel. 141[ Ch wer hat das Spiel fo unbedachtſam ange"

fangen? Hatte des Koͤniges Dergmigung, Bi

0

FETTE EL. nn ER RER ER Saving Tode beftanden/ fo ware zu der Sache Kath geweſen / als er zu Hofe war: Nun iſt er hin nt wo er aus Deſperation zu den Ihiliftern über; aehet / muͤſſen wir der unbeſchnittenen Hunde Knec te eyn. | 5 7 4 - Re m 2 Adr. Der hätte vermeinet/ daß Weiber⸗Liſt an unſern Anſchlaͤgen fovielverderben fönte? sb. Und wer hat ſich auf den Weg beſonnen / dor über die Mauern in das Feld hinausgeht? Ab Wer wird ſich aber auf die Wege befinneh, die er auf dem freyen Felde nehmen kan? | Adr Es werden noch Leute in Iſrael ſeyn / welche vor die Save des Bundes ftreiten werden, sb. Und Saul wird feine Freunde nicht alle ver; " Abn, Wo man fich vor gewiſſer Gefahr. befürch. ten muß / da werden wir mit ungewiffen Gedancken wenig ausrichten. Und weil fo denn Hr. Isboſeth / als der rechtmaffige Erbe des Königreiches mit der Zeit den Königlichen Thron befikenmaß: So wird bon noͤthen ſeyn / daß ein gewiſſer Bund dergeftalt Aufgerichtet wird daß. der verlauffene Philifter- Krecht feinen Widerſtand antreffen möge.

"Ad. (ad Spedt.) Ich will hoffen/ich werde der Koͤ⸗ mglichen Krone fo nahe ſeyn / als ein ander; Doch ——— König lebet / ſo mag Isboſeth bey der Einbildung gelaſſen werden.

Abo. MWieftehts/ hab ich den Vorſchlag nicht reduch genung getha /

Es tan nicht verbeffert werden: Lange lebe König Saul/und nad) ihm lebe mein geliebter Herr md Bruder Isboſeth! C5 Abn.

42 Der verfolgte

Abn. Wolan Die geteuelen Diener find ii Pop nechften Gemache derfammiet: fie mögen herein ge taffen werden daß der Bund Heften das mie fiche Haus befeſtiget / und. Davids angel & —*— gebrochen werde, 2

" Briier Bandlung = Ein und zwanszigfter Auf zug⸗ ö

Isboferh, Adriel,Abner,Phalti,Ulch N "Sares,Bichri, Do&g, More,Rc- 7

chob ‚Sımei,Sual. ala

[Ste kommen alle ordentlich berein/ eu weifen Isboſeth ihren Beveren im —— ſichi in en ERRRR

v4 —9—

Hr Herren nun nisch ohl ſtile ſchwege Ich hoͤre / es iſt ein Anſchlag unter der 9 Bi die uͤberleye Klugheit die Fenſter serftoffen m N. fe; Und indem. Die erren in ihren Gedanken fiehen/ fo werden ſie "mich mederfehen noch hoͤren Und alſo werde ich meine Faute ohne ihren. 2 Wil Darst geben. . ra | Ai hr rechtſchaffenen Diener des * chen Hauſes / es iſt euch. bekannt / wie der Bethl 9 e Hirten⸗Knecht David einer a bellion beſchuldiget worden ; Und weil fo a anhaltende Anpäligkeit N Koͤnigl. Ma

sk a):

de⸗ be

* ei % P ' . } \ h

David, 4 gansse Iſtael leicht in gefährliche Confufion vers

A—

| oheit o zualler Gnade und Freundſchafft / auf bege⸗ nden dall aber welchen Gott nach feinen Willen ch lan ge verhindern wolle / alle Koͤnigl. Hulde VJe⸗

vr

beumd Beförderung. __ . , —— Weie gedacht / ich wuͤnſche / daß Pe Sa lebe, Doch wo Diefer theure Printz nur leben bleibet/ kan Sau wicht gantz erfterben, * Sual, (ad cpeccat.) Wo das wahr iſt / ſo will ich ein Philiſter werden. EN: Gedancken im Kopffe zwitſcherten / wie Die Stubenheimliche / fo wuͤrde fein Menſch um Hn. Adriel bleiben können, —— David und Isboſeth in einem Sar⸗ e begraben wurden / fo waͤre ihm Der Leichen⸗Gang khalt. Ich bin ein unverworner Mann. Doch venn ich meine Güter beftellen foll/fo muß ich Friede aben.. Wo Fan aber der Friede gewiſſer fenn/ als

44 —— Der verfolgte J

4

Michalgefreffen: Wo dir nichts aus Davids Ci Bette in dein Haus koͤmmt /fo will ich Dich mit leid ter Mühe zum Rebellen mache.

Uehal. Wir ſind dem Koͤnigl. Herrn Vater ver pflichtet: Wer deſſen Tugend ererben wird / derſ bt fol auch unſerer Treue verſichert ohnnn. Sar. Wir find zu dieſem Ende durch ein Königl, ort beruffen/ daß wir allen beforglichen Unfalten vorbauen ſollen. Darum / wo die Gefahr zunimt / da muß ein rechtſchaffener Diener die Treue nicht abe nehmen laffen. BR alt Sal.

Bichti. Und auf fotchen Fall mochte man Die

Eventtal-Keönung mit Diefem unfehlbaren und

wuͤrdigſten Succeor por die. Hand nehmen.

Doeg. Mitfolchen Ceremonien hat es gute We⸗ ge. Dem Verräther muß zusor der Hals gebro⸗ chen werden: Sonft wirddas Hauptunter der Kro⸗

ne noch ziemlich wackeln. - 1

Sual. Der Kerl hat meines Kopffes viel. Bent

ich viel Feinde hätte / ſo lieſſe ich allen Die Pa fe. bi 2 chen / damit fände mein Kopff wiſchen den Ach eln etwas geruhige. 0

Uch. Das Band der König. Schwaͤgerſe Jafe muß vor allen Dingen getrennet werden. Sarı So lange wir mit des Koniges Eydam | thun haben / ſo lange fürchten noir uns in feiner Pen fon den Koͤnig ſelber zu beleidigee.

‚Bich. Und welchen der Koͤnig feiner Tochter um wuͤrdig fchäget / der ift vor den Augen des gantzer

J J

Volckes Vogel⸗ frey gemacht worden. Phalt Ach wie felig waͤre dem Königlichen Thro

IB 10. gef en en wenn: Diefer. Anſchlag folte voljogen

Sual 1, hr Herren / gebt Ar tung drauf; Der Ke | ro il den guten David bey der Liebſten ausbeif fen. Darum ſoll der Koͤnigl. Sbron felig Fo wenn

—— koͤnte zu een.

"Den % El kn einiger I Bhalt, Derſelbe fen Des Todes) welcher bey dem Kömigenicht leben will.

" Veh. Der werde von feinem Volefeausgeftoffen, wel⸗ her dem. Feinde des Volckes Aufenthalt geben

Sr. Der müffe den Phitiftern dienen, welcher een Schaf Zuechte etwas iu Dienſte bernehmen

w

Bich. Der muͤſe blind werden nee Die Peſt des fönigl. Hauſes vor ſih ſchen

Doeg. Ey / was machen wir Hi one? David if * ni «8 und des Vot Ga», 1a wer

—— des

Dfeinem Kron-Peinken / dem Je⸗

nicht zugethan iſt / der ſey des Todes.

‚(Ale zuſammen) Wer dem Könige Saul und em Kron⸗Printzen dem Durchl. Ssbofeth nicht

gugethan * Todes. Sim,

46 | Der verfolgte ——

Sim. Manns möchte darzu feßen/twer die Be ten | ten! Dre Konigl Hauſes antaftet/ der fen Des Tode er ! Sual· Wenn der Hauer feinen Miſthauffen mit ſo waͤre es doch um den König nid geſchehen. Es iſt dem Könige eine treffliche Ehre Babe ih einen folchen Prietzel täffet Detter he

Es iſt genumg / ein ieder ſtehe auf der $ is und gedencke/ daß wachſam umd a * offt zu dern hoͤchſten Gluͤcke das Veſte contribuiget

it Isb, Ich gehe zudem Herrn Vater / die A— dung zu befoͤrdern. Ihr andern ſtehet auf der Huf

wenn eine Handreichung moͤchte von noͤthen ſehn. My meiften geben abe) |

Erſter Gandlung U 17 und mans ee In "0

J

fon. Be Rech. .& ft alles habe: Aber man wo ein ehrlicher Soldate muß auch was zu thun habe Wenn man die Degemalle verroſten lieffe/ fo scht he

Ei. Dad. _ —— Kerr v7 din J—— Rüieg 1 hen blau Ablauf

3 $h n Ich aſſe alles gutfenn. Aber ichfhechte nun, and⸗Vorwerck möchte zufurk Fommen/menn Bar Ampenhimd feinen fetten. Zorn erweiſen wolte.- AL Gel urm/wenn er fterben foll/frunmmet ich; und emn Schelm der feine letzte Stunde vor ſich ſiehet/ aodet Letzt etliche Pofleny dabey man fimgedencken up.

2 Mor. Darirdleiht Rath zuſeyn. Es iſt um et⸗ ſich So Idaten zuthun / Die man zurSalye gvarde hinein n le ſo werden ſich die Strauchdiebe ſchon em 89 linden anſtellen. |

J Aber die Salve gvarde muß auch erinnert warden daß ich des Koͤniges Berterbin / ſonſt waͤre * ————— Mancher fürchtet ſich vor de⸗ kuydi je drauſſen ſind/ ind wimt andere Die

machen: h.&5 muͤſſen Leute ſeymdiedes Per. eh Mn gen ft Sich e da / was ee x imp = Det hihi um Geld And um gute —9* aCharge gebrauchen laſſen je Senke den son einer Changevich ioer: nein Amts Geſichte machen. x ars! wie ſo in Gedancken? Su: ch mein Hevrkr / hat er mir gerufen? Er ver; zeihe mie) die Baterlands-Gedanzken find mir aus Jen Kopffe fo in den Leib / aits dern Leibe in das Po⸗ dagra/aus dem Poda ra in meinen Bart) und aus em Darte inmeine Parugvegefahren/dafi ich in et⸗ he n Tagen wede —5 noch hoͤren werde.

Rech,

Der verfolgte N Rech. Esift Es ift nichtgutzmenn nt man fich in D 5 chen übernimt; Darum wird es am beften —— euch was hewiſſes angetragen un Da M ein ehr⸗ licher Mann / der wolte J im Namen Des Koͤni⸗ * eine Salve svarde haben / dartıber wollen 1 Dit sun G Epmmendanten machen. 3 rt Das A ift gewiß zu hoch · Ich ver ftehe. nicht einmal die Woͤrter. ie Rech. $hrfollet infeinem Haufe jew und Ach⸗ tung ie geben / daß Frin ander Schein hinem J

koͤm Saal ber Darf ich auch den Wirth hinein fe ı? Rech. I das nicht eine 55 Frage. ee wil de Wirth aus den Hafetreiben? Sual. Und wenn folche feine D rren Me ei hinein laſſe 0 ec plc) mu et e- 9 Sual. ( (ad speit.) So Se man Siem alle drauſſen behalten. * „Rech. Bas fagt ihr? ——— a 3% fragte nur, wo mein fe uloer,

Rech. Bas folldenn N 7 Pe

probiren i Da ſtreue ich etrons auf Die Si hmelle/ und Damit fan ich fie hören / wenn i a sehen Sim, Nun guter / wollt he oe dem Ampte brauchen Sual. ber fang feinen Beruf? ann mi der Wiledrumß gemacht wird / Jo willich zu 9 fr

*

4 h David. a" 4 don f si 5 elmftlicke anfang en/da r Fe ö Fe umden Pfufchers au Bun 13 $ E% im. Vors erfte follti haben Da undE ach.

tieche; Dashat eine Katze wenn fie unwiſſend in [x Scheine oder auf den HeusBoden Freucht, "Sim. Sum andernfollt ihr haben von dem Witthe eundlich Angeſicht. iR: BR al "(ad Spedt.) Seht mir nur den jungen hund an / wie et ſich ſtellen muß / wenn er ein

| G endiret mir alle Tage einen Thaler / und gebet # Di Zeit eures Lebens ein unfreundlich Angeficht. Sim. Es ift noch nicht genung; Ich will meinem A und meinen Kindern befehlen/ daß fie euch nichts ſollen zu Leide hun Sual ad gpect Aus dem Reden mercke ich bald / feine Hausleute muſſen boͤſe Kroten ſeyn / daß er ihre Sreundhgfeit init in die Befoldung rücken darff. Sim. Sernerfollt it dann und wann etwas von | unferm Tifehe an Vietualien zu genieffen haben. . x Sual. Hudelt mich der Kerl nicht mit einer frem⸗ d a optache. Mas I denn Dann und ann?

sch dencfe Dann heifft ſo viel als ein Fruͤhſtuͤcke / und“ Wann ſo viel als das Abend» Brodt (ad sim.) - Sayjay toenn ich dan und warn wos zu freffen Fric- ge/und wenn guch dann und wann der Becher nicht zu mweit ſtehet / ſo find wir auch in Diefem Puncte

Aber an fit! des Sohnes gebe ich alle Tage ‚nen Groſchen. Sa D Süal,

Sual. Das habe na ich in einehohle‘ eide

Geſichte macht. (zd’Simei.) Höret Doch: -

Haze Der: verfolgte

Sual. Der ſol gewiß vor die Mundirung fepm Und denfelben RER S

Sm. Nein / ich ſchlage eld zu ammen bis cin wird. Sc Sual. Soll ich e F keinen Scheffäl Korn keie gen / ale ‚ich einen Scheffel Geld verdiene / fo wer⸗ de ich dem Schneider fchlechte Zettel bezahlen. Doch wenn * das Korn kriege / jo mag ich auch den Sad

ehalten Sim. & wird fich weiſen. Aber ihr muͤſſet noch zwey andere mitbringen / die ſollen auch dann und wann etwas haben. Sual. Je du edles Dann und Wann biſt du nich t ein teöftlih Wort! Es iſt kbon tichtig/.ich will ak 1es.beftellen: Ich bin ein guter Auffeher/ aber sven ich ia Meinige nicht Friege/ fo. bin ich ſcharff im, + 2

vire Sim. Es wird der Weitläufftigfeit nichfbedärf fen 3 - Mor. Und alfo wuͤnſche ich dem neuen Commen⸗ danten zur Simeis⸗Burg viel Gluͤck und Heil sum

Antrit.

Sual. Ach wuͤnſchet mir viel Schelmen / die ich Ye gpiren kan. Ich fehe wohl / bey dieſem Ampte m af die Accidentia das meiſte bringen. J—

Rech. Jun ſo wuͤnſche ich dem neuen Comn danten viel Schelmen.

ſSaal Nicht einmalyeinen nach dei deun/dabich fie beftveitenfan. ——

Mor. Run Here Simei / er lebe wohl. er mit dieſer Salve-gvarde nicht auskoͤmmt / ſo w den wir auf andere Mittel ſorgen helffaern.

a

i j j

% 4 *

Kr. aa 4 + Sim. chfage groſſen Danck / im Namen des gan⸗ Ken Königl. Geſchlechts. AR

= Sual. Und wo der Herr eine feine Tochter hat / was werde ich vor einen Eingriff in das Königliche Sefhlehtethfun. |

Anderer Handlung

or Erfier Aufzug, | "Michal,

Arum merden dor) die armen Weibes⸗ Gbilder zu der füffen Liebe genöthiger/ weil > fie. doch mitten in lauter Galle und Wermuth empfinden müflen! David ift mein Liebfter/ ja nach Dein er mein Bette hefchrit- zen hat / ſo iſt er mein Ehgemahl/ und wie gerne wolte ich alle Hoheit nebenſt dem Koͤnigl. Geſchlechte ver: ſchweren / wenn ich nur dieſen frölichen Anfang nicht beher / als mit meinem Tode befchlieffen folte. Allein was mache ich? Mein Koͤnigl. Dr. Vater dräuet mie mit Dem Tode / wofern ich will beſtaͤndig ſeyn. | 30 iebe meinen David ; Aber alfo muß ich ſterben. Derserfluchte Phalti wird von mir bie aufden Tod ghaſſet; Aberich follben ihm leben. So flehet die Siebe und der Hapallezeit beyfammen, Und oͤwaͤre ur mein Tod ſo koſthar / daß ich mieinen gelichteften | Dasiddadurd von aller Verfolgung Ioßzehlen Fön: 3: So wuͤrde jch —— den Spieß / X hm

46 Der verfolgte ihm gefehlet hat / mit meinem Hertzen gar geduldig auffangen. Indeſſen bin ich zu fehtwach/ und wo mein Sınn etwas unbilliches erwehlet / fo wird die barmherkige Welt das Verbrechen eines verliebten und furchtiamen Weibes entſchuldigen. RER

Anderer Bandlung

Anderer Aufzug. Michal, Jonathan, hernach Merob.

Re, Jon. —A SIE Eine gelicbtefte Sr. Schweſter / ſteht cs einem getveuen Bruder noch frey / dero betruͤbte Ge⸗ Dandenzuserimtühlgen? 7 tn. Mich, Meine Derfolgung ift fo weit Fommenz daß ich einen Bruder Don habe. Doch einen folchen/der entweder mit Nathe/oner zum wenigften mit Trofte/mias angenehmes beyftagenfan, Jon. Sch wolte / dafs ich mich in Die Michal vers wandeln koͤnte. Gewiß ich hoffte morgen in einem Stande zu ſeyn / da ich weder Rath nod) Troft vers langen duͤrffte. BR 7A Mer. (koͤmmt geläuffen.) Sieh day Hr. Bruns der / was gibt es hier vor heimliche Anfchlage? Bee etwas wider die Ehefcheidung reden will Der hat dem Koͤnigl. Herrn Daterzum Sende. Jon. Ich werde von unbewuſten Sachen nichts reden koͤnnen: Wo ſoll mir etwas von einer Chez ſcheidung traͤumen? N Mich.

| J 3

| David. 4 Mich. Mein Hr. Vater befiehlet mir den David iverlaffen/ und hingegen Den bhalti vor einen Ch; Gewmahl anzunehmen. Jon: David hat das Band einmalverfnüpfft. » Mich. Alfofenich nicht weichen. | - Mer. Der Könighatdas Band zerſchnitten. Mich. Alfo Fan ich nicht bleiben, . Jon. Das Gefege macht die Liebe unfterblich. . Mich. So muß ich lieber fterben. Mer. Der König iftein Here über die Gefeke, Mich So mußich. wider meinen Willen leben. | Ben Die Liebe iſt Feinem fremden Willen unter: worffen. Mich. So weißich ſchon / was ich thun will. Mer. Aber die widerſpenſtige Siebe Fan fich Feiner Sicherheit rühmen. | Mich. Somußich meinen Willen brechen. . Jon. Davidiftein Held: Wer ihn hebet/ver fan feine Seinde trozen. | Mich · So muß ich wünfchen feine Sreundin zu verbleiben. 5 MAer. Aber durch Sauls Wort Fan David Vo⸗ gel⸗rey werden. —— Mich. So mußich feine Feindin heiſſen. Jon. Die Liebe wird durch) Beſtaͤndigkeit probi⸗

Beh: ch wie gerne möchte ich auch dieſe Probe

oblegen. Mer Was hilfft Die Beſtaͤndigkeit / da man nichts

Jon. Siedignet zu Seegmügung des en. | D3

CKa

HEERES. 12.0.1. 3. AN Mer. Und zu Beleidigung des Koͤniges. ya Jon. So wird ein König beleidiget / werm er zu

unvechtmäffigen Beginnen verleitet wird. 7

Mer. Iſt das untechtmaͤſſig / wenn ein Vater ſei⸗

nem Feinde die Tochter nimt? Jon. Iſt das rechtmaͤſſig / wenn man den Beklag⸗

ten nicht einmal zur Veramwortung kommen laͤſſt? Mer. Und iſt das recht / wenn ein Sohn uͤber ſei⸗ nen Vater / und ein Unterthan uͤber ſeinen Koͤnig will

Hichterfenn ? © = 20 Ton. Ich entfchuldige den König, und verklage /

was? ich verfluche die Boßhafftigen Verleumder. Mer. Meinettvegen mag Jonathan verflagen

und verfluchen / wem er will; Ich weis doch / wenn Dabvid König wird / ſo wird er Ober⸗Hofemeiſter. Jon. Und meinetwegen mag Merob Heyrathen ſtifften / wie fie will + deſſentwegen wird Phaltı nicht

Koͤnig / und deſſentwegen wird ſich David ihren

Adriel nimmermehr was befehlen laſſen. | Mer. Sch lache / daß mein Bruder fo eyfrigifle

Aber ich weine/daßer fein eigen Unglück nicht erken⸗

Ren will. | 2 = m - Jon. Sch habe nicht Zeit zu lachen ʒ und weil ich Fein! Weib bin / ſo begehre ich auch. nicht zu weinen doch ungluͤckſelig iſt das koͤnigliche Haus / darinn der beſte Freund verfolget wird. (gehet ab.) Er Mer. Und unglücktelig iſt die Familie, da ein boß⸗ hafftiger Bruder Die Schweſter tödten moill. Wie ſtehts hat fh der Königl. Here Vater einer guten Refolution zu getroffen? 7 Mich, Sich refolvire mich zu nichts. Werde ich geʒwun⸗

Dr gestoingen/folebe ich auffer Schuld und auſſer Berz anfwortung; und. ift Die Ehefeheidung verflucht / fomag derjenige verflucht ſeyn der mich zn einem folchen Zwange verleitet h | -

eitekha3t "Mer. Was heiſſt Schuld? was heiſſt Verant⸗

wortung? was Fluch? dasfind Worte / damit der gemeine Pöbel erfchrecket wird. Wir Staats⸗Per⸗ fonen haben andere Worte / darauf wir unſere Gluͤck⸗ eligkeit gruͤnden muͤſſfe.

Mich. Aber David hat eine Religion / welche mit unſern Staats⸗Worten nicht möchte zu frieden

fm. BR. Mer. Ich habe das Meinige gethan:: Davids

Liebe iſt der Tod: Phalti koͤmmt als ein "Bote des

Lebens / und mit dieſem Bedinge fen unfere Schwe⸗ ſterſchafft entweder aufgehoben / oder befeſtiget. ehet ab.)

Mich. Ich Ungluͤckſelige wie muß ich doch erfah⸗ ren / daß eine geringe Schaͤferin mehr Freyheit in der Liebe genieſſen kan als eines Koͤniges Tochter. Ich liehe / aber ich haſſe den Tod; Und ſoll ich ſter⸗ ben/ fo wird meinem David auch nicht viel gedienet ſeyn. Willich wiederſterben / fo Bin ich zu ſchwach; und laſſe ich die Gewalt uͤber mich gehen / fo Fan ich vielleicht Die Verfolgungen meines Hertzens nicht uͤberwinden. Doch was ſage ich? Ich werde nicht um meinen Willen gefraget: Was ich gezwungen chue / Das wird auch mein geliebter David ſelbſt ent⸗ ſchuldigen. (gebetsb.): -

| Hin 8 4 An⸗

2 ___Dervafolge Anderer Gandlung Sritcter Mufzug,

Sual, Lafa, Kedar,

| Sual. ú— —— Hr ſchelmiſchen Bauern / meinet ihr / daß wir zut Hofe Narren find? Sollt ihr zu einem ſolchen Staats-Minifter/als ich bin / ungebeten / ungeklopfft und uncomplimentiret in ſeine Studier⸗Stube kom⸗

Sual. Ihr Leute / ſagt mirs doch: Iſt der Kef Die Ked. Nein / der Reſpect iſt nicht geftorben ; Aber

ich weiß nicht / wie ich Die Bauren beveden fan, Da fie mich vor einen heimlichen Rath refpeetiven. Laß, (siehes ihm bey dem Ermel. ) Hört ih: R

| | rollt

u

wollt ihe miehnicht anmelden? Wo ihr nicht geht / ſo (auf ich zum Könige fetberindie Stube Red. Undiwenn mich die Hofeleute wollen zum

9 nhaben / ſo kan ich ein anderthahl wohl zu Hau⸗ ebleiben, | 5 - Sual. Das ſind trohige Köpffe: Ich muß poli⸗ tifeh handeln, Ey ihr ehrlichen Leute/ ihr ſollt nicht gerivetwerden: Es beſtehet nur in einer Ceremonie

Gehet nur hinaus / und klopffet wieder an’ damit ſollt ihr gar gerne eingelaſſen werben.

L. Woͤre ich nicht ein ſchoͤner Narrʒ ich bin ſchon in der Stube / und ſoll naus gehen und anklopffen. "Saul. Gewiß ihr habt Feine Schande davon; Heifft mienur zu meinem Reſpecte. Ked . Speck hin / Speck her: Der Kerl iſt gewiß ein unbeſchittener Philiſter daß er ſo gerne will Speck freſſen. Nachbar Laſa / wie wäre es / wenn wir ihm nach dem Philiſter⸗Zeichen ſaͤhen. Sual Seyd doch gebeten/undgeht hinaus. Es iſt mie nur umsAnklopffen. Wenn ihr dreymal klopfft / fo will ich gerne aufthun; ich will euch annehm und wo Stühlund Baͤncke verhanden find / will guch heiffen niederſitzen. PER Laf. Pachbarzich ſehe / dem Herren iſt ſo viel ums klopffen zu thun. ie wollen in der Stubeflopf- fen /ſo duͤrffen wir nieht hinaus gehen. Sual. Laflt euch nur beriehten: Ich bin ein vor⸗ nehmer Mann / und ein Commendante / und habe gleich im koͤniglichen Schloſſe was zu expediren: Weilich nun in der Stubehier bin/fo muͤſſen alle ge- zinge Perfonen drauffen nn bis fie a —* | 5 Ns

= Derverflgee

Ach erweiſet nie nur Die Ehre / und f

Lak Sch klopffe nicht. = Ked. Und wer ſo gerne Elopffen hoͤret / der klopffe

ſelber. Sual. kad gpect. Harrt ihr Schelmen wenn ich end in mein Commando kriegen werde / ſo will ich eine andere Comezdie von Klopffiſchen mit euch feielen. Herr Simei hat einen Spieß hinter de@ Thoͤre / damit will ich euch Die Lectiones im Klopffen

meer. Rz Laf. (zeucht ihn beym Ermel.) Run / ſollen wir vergebens warten? —F Sualı Es ſtoͤſſt ſich nur an einer Sache. Gchg doch hinaus / und klopfft. Iſts euch zu viel / wenn ihrs dreymal thut / ſo klopfft doch nur zweymall. Ked. SFenein doc). Mer itzund klopffte / der krieg⸗ te eine Beſchwerung auf ein Haus / daß er immen klopffen muͤſte. —J Saul. So flopfft doch nur einmal. Laſ RPachbar / der Narr will geklopfft ſeyn; wie” Ben ihm doch feinen Willen thun: Ich will nicht hoffen’ Daß er eine Gerechtigkeit. daraus macht. Sie ſ hmeiſſen aufıbrzu.) 2.002 Sual. Zu hülffe zer huͤlffe / ihr Leute! der. Land⸗ Frieden wird gebrochen. Laf. % Flopffe nur einmal. | Ked. Ich gebe auch immer eins aufeinmal. Sual. Groſſen Danck vor die Ceremonien. Zur

Hälffezuhülfterihe Herren * Ande:

\ lop y E

75

| David. 53

Anderer Handlung Vierdter Aufzug,

;W ' a . Dad © > FE -' ——— F #. 5 Te... ra. ar PN

77 Die Borigen/ Dog, More. ri 200 Be... Doeg. | REF Er darft ben der ißigen Confuſion fo einen

IN tten Tank anftellen?

Sal. Der Affe muß wohl tanken/men ſolche Spiel⸗

Teuge mit der groben Siedel Hinten drein kom men. _Doeg. Ssch halte der Tank meifter wird nebenft

J J ——

—*

Simei zur Salvegvarde liegen follen? Und heifft —*

>

Sual.( ndarzu freibt mich meine Amts⸗Verrich⸗ zung. Dr. Simei hat infeinem Haufe ſo viel Thuͤ⸗

———— ſchlichen Leibe Löcher find: Eingroß

>

na 100 ich hin ſehe / da iſt eine Thuͤre Und ich halte fl eimagein guter Huren⸗Jaͤger fenn/ denn wo

jemand vonfeinen Haus-Leuten was zu einer Thüre hinen bringt/ fo Fan er das Lumpen⸗Pack zu zwan⸗ tig P orten wieder hinaus jagen.

Mor. No dieboßhafftigen Näuber fo viel Löcher finden/da folldie Salvegvarde deſto wachſamer feyn. - Sual. Sch werde mich wohl jerreiffen. Gewiß die Raͤlber folten einen fhröcklichen Anblick haben / Men ich vor einem Shore meine Muͤte / vor

5

3

54 Der verfolgte

|

dem andern meine. Kraufervor dem Dritten meine, 8 ſen / oder da einen Fuß / da einen Arm / und dort einen Zwickel von meinem Barte aufhengen wolte? Mor. So ſchaffe dir Leute / damit alle Thore zum wenigſten mit einem Manne beſetzt werden. J— Sual. (adspea.) Und auch ein refoen ra ich. die Narren zufammen blafen Fan, Mor. Haſt du meinen Rath verſtanden? Sual. Eben deßwegen bin ich herkommen / daß ich ein dutzent ſchelmiſche Bauren werben will. DM mich nun die Baͤhrenhaͤuter nicht vor einen Office ver wollen erkennen / ſo iſt die Sache freylich von d Worten zum Schlaͤgen kommen. Mor, Ich möchte Dich nicht zum Officirer habe det Du theileft mit Der Beute gar zu ungleich / und e Je du deinen Soldaten eine Maulſchelle lieffeft / ſo ned hy: meſt du fleeinem andern vor dem Maule weg. Sual. Es war erſt der Anfang / und verftun in. 1 die Kerlen mich noch nicht recht; Sch halte eg au ch noch immer vor eine Vexirerey / ſonſt wolte ich ſchon wiſſen / wie ein Cavallier meines gleichen mit D en 2 Bauten herum fpringen ſolte. ? Doẽg Aber ihr Bauren / wer hat euch an die gen 5 Ort verleitet Wiſſet ihe nicht / daß folche Buben auch. nicht den eufferiten Theil des Koͤnigl. ah ofe ie —5— ſollen / ehe ſie deſſen ausdruͤcklichen Be aben? Laf. Gnaͤdiger Herr / laſſt euch nur sit er Wir hatten ein Paar Kälber indie Stadt verfaufftr und wolten in der Dver-Gaffe bey dem Seiler ein alte Schuld begahlen; So Fam der Herr / oder der Narr / und ſagte / wir ſolten nach Hofe kemme a

be

——— David, ei) Jaf cum das geſggt ? A in | erbet mag lügen tie er will; und me ber dem Lügen erſchlagen wird / ſo ſirbt er ine mDeruffe, ed. Gert 708 ifenoch nicht genung. Wie wir iengen / und in die Stube kamen / ſo wolte er ic er hinaus jagen bis toir zuvor anflopfften, jar.ein Mißverſtand / und wir fahen feinen Kopf vord ie —* I an und viel iſt nun vorge⸗

30 sheitfof aufbeyden Theilen ihren Wo ſeyd ihr her / und was ihr

BR ver fi findaus Mama, Aus Rama? was macht Herr Sammel

af. Oase derliebe alte Herr machen? Seit 82 Nichte Bandwerck nicht mehr geht / fo ſingt

na inch aleins/ und hat fonften feine Händel mie Nr A en Hindern vor.

Isl hat er gar einen vornehmen Gaſt ffen Kaͤlbber Lammer und Ziegen dran. 16} sg, C er iſt Der Saft? | 8 e; er groſſe Herr / der des Koͤniges Tochter

einmal den boͤſen Voland bey den Philiſtern nehalbe Ellekürser ma chte.

n Ihr werdet gewiß den vebellifihen David

Red. Ermagisel heiſſen. Wir ſehn men / wenn nur Der Herr fon;

Lu cht viel nach denn \ a fin vornehmgenung iſt.

ei

Doëg.

36Derverfolgte 4 . . Do&g. Sie werden einander fehr freundlich. pfangen haben ? | RE Ked. Ja / es ſahe bald aus/als wenn fie öfter waͤ ven beyſammen geweſen: Sie verſtunden einande ſehr wohl / und ich weis nicht / warum des Koͤniges Eydam fo offt mit der Hand wider das Hertze ſchlug

vs. 96

lieben Herten find mit ihren Ohrfeigen und Naſen⸗ fübern gar; frengebig. ber Dasfagten Die Leute/ wer diefen vornehmen Mann erzuͤrnet haͤtte / der —* de nun wohl ſeinen meiſten Kafe auf der Welt gefreſ⸗ ſen haben. Bi. Doeg. Nun ich habe genung gehöret, In deſſen ſollt ihr willen / daß euch Die Straffe vorbehaltet wird / wegen des beleidigten Burg⸗Friedens. Laſ. Ach Gnaͤdiger Herr / es wird ja noch Barm⸗ hertzigkeit vor Recht gehen. 31 Sual. Ja / ja / ihr habt Die Barmhertzigkeit an mel nem Kopffe bewieſen. bie Doeg. So nehmt demnach ein Werck der Barm⸗ hertzigkeit son uns an. Geht und beſtellet unter Dem Commando dieſes Officirers Die Salvegvarde, Wo ihr ungehorfam fend,folldas Leben von 2 fordert werden. Kal,

E

David. = RR...

& Tal. Wie —— unsgerneantoeifen Jaffen ; Une Un ; erdeffen groſſen Danck vor die Gnade. = Mor. Jun Sual; feoliedich mich deiner Compa- ghie fort/ du haft Deine Abfertigung. | Sual. Ihr Leute glaubt mirs doch / daß ich mag xechtſchaffenes bin. Ich und der De. Hauptmann r eilt einander Du, (Kr gehes mirden Bauern ab.) Mor. Eine artige Zeitung. Wer das Volck be— veh en will / der muß die Geſtligkeit auf feine Seite

ringen.

Dog. Der ülte Sainuel fan zwar ſein⸗ Since-

Ä rationesannehinlich genung vorbringen: Allein Die Nichterliche Gewalt ſteckt ihm noch un Ropffe/ und Ah trageleider Sorge / das Andencken der vergange,

nen Zeit möchte ihm die Majeſtaͤt dez Fitigen Roͤm—⸗ ves verhafſt machen.

"Mor. Der liſtige Suds weis 3 Gänge gar gi mzuftellen. Aber. wir wollen als. gervältfante Jaͤger dit a mit hurtiger Geſchwindigkeit entgegen ge⸗ den. Gleich dieſem Augenblick foll der König Dart dovon haben und alfodenn wollen wir fehen/ ob der i a ehtige Samuel’ die Königlichen Waffen zer nfa „Mor. 30 wuͤnſche einen RR ig

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1 “) > . ur) Fi * > u _ . = | j bu . > A > . . a * ? * J er \ u F _ J u J L NM, J

__ Derwefblgee Anderer BERNIE Münffeer Mufiug. Adriel, Phalti.

HS iſt des Seren Befehl.

Mich, Er wird ſich die Tochter erbitten af ie Adr, Diefer Hr. Naterift zugleich König. Mich. So wirder das Seuffzen einer verla

nen Unterthanin nicht verſchmaͤhen. ® Adı.EriftXichter/ und wofern fein Befehl ver⸗

ſpottet wird/ ſo muß das Urtheil des Todes in zw » }

Stunden vollzogen werben,

Phal, Schönfte Michal fie taffe doch ihr koſtha 4 res Leben Dem Rach⸗Schwerdte nicht zu einembl tigen Opffer Dienen; 1 und fie leſche Doch eine verb 5 nete Perfon ausder Tafelihres Hertzens / in Dem einander fodemüthig einftellet/ der Die getreue & * gen⸗Liebe mit tauſend unterthaͤnigen Aufwartunge su erwiedern gedencket.

Mich. ad vpect.) Ich will einen große gen Herrn / und nicht einen felavifchen Aufivärter zu un Ehgemahl haben, |

phal Ach foll meine inbruͤnſtige Bitte durch in x gnadige Antwort vergnüget werden ? IE

Adr. Siefchmweiget: In dem nun des Grau zu zimmers Stuſehweigen fo gut iſt / gls ein JB; (Zr faflet ihre beyde Haͤnde) So ſprech ih im Nomen unfers ———

"David, 6

Foͤniges die Durchl. Michal von aller vormals ge⸗ fiffteten Liebes Pflicht loß und ledig / und gebe ger Erin Herrn Phalti Durch ein heiliges und hohes Wort die frege Gewalt / ſich alsein Ehgemahl zu bezeugen/ ihrer pollfommenen Liebe zu genieſſen / nd denjenigen Segen zu ererben / welchen das hohe ‚Königliche Haus verdienetha, bbal.· Sch wiederhole nochmals mein unterthaͤ⸗ hig Verſprechen; Daß ich aber. meine obliegende Danefbarkeit bis ins fünffrige ſchuldig bleibe / ſo ches verurſachet die vnermaͤßliche Vergnuͤgung / welche faſtdie Seele aus meinem Hertzen / und das Hertz aus meinem Leibeverſebet ha. . 777 Adr. Sch habe das Meinige verichtet. Das Frau⸗ enzimmer / welches ſich vor der Vermaͤhlung am heff⸗ tigſten wehret / gibet hernachmahls Die Annehmlig⸗ keit am wohlfeylſten. Und dergeſtalt ſollen fie bey- derſeits an einer belieblichen Probe durch meine Ge⸗ genwart nicht verhindert werden. (gebetab.) - Phaiti. Schönfte Michal / des Koͤniges Befehliſt da / daß ich lieben fol: Allein ſoll ich dieſen Befehl nicht zum andern mahle aus ihren holdſeligen Mun⸗ de vernehmen ?- |

Pe

Mich. Jchmuß heben; Aber ichkan nicht befeh—

en Le Phalt. Aber ich will Die Liebe durch den Befehl probiret wiſſen. Vor andern Leuten will ich den Ti⸗ tul eines Ehgemahls führen: Aber in dero Augen will ich den Namen eines unterthaͤnigen Knechts nimmermehr ablegen.

- *

E 0 Mich,

66 Der verfolgte R ng ‚Soma manget mieein Daupt/das mir Bf en tan.

Phalt. Mir aber mangelt kein Hertze das geho chen fan. Ach wie lange ſoll ich bitten / ehe ver un fang unumſchrenckten Herrſchafft Ei den fchönen Mund befefliget wird. >:

Mich. Diefer Worte bin ich bey meinem bor⸗ mals geliebten David nicht gewohnt geweſen.

Phalt. Alfo hat der Himmel vor eine gute Der änderung Sorge getragen. Achich RE ‚gebogenen Knien / ſie befehle mir.

Mich. Wie wenn id) fagte: Er ſolte mich 4J laſſen; Würde mir auch bey dieſem Befehle luͤbde des Gehorſams erfuͤllet werden? :

'Phal. Siebefehleiniv / daß ich in das wuͤſte Ira te bien fliehen ſoll / ſo will ich nicht mit Menſchen⸗ Fuͤſſen/ ſondern mit Adlers⸗Flůgeln dahin eilen. Jedennoch Daß ich dieſem eintzigen Sthcke muß ungehocfäi lg Berlin der Befehl des Koͤniges

Mich. Beil ih. demnach einen andern Herren

| übe mir habey fo ſtehet mir auch das Befehlen nicht

hal. Ich lege ‚mich gantz nieder / und kuſe den Schatten: ihrer. Fuͤſſe. de Mich. Ich bedarff einen Ehgemahl / unter deffen ‚Schatten ich mich ſelbſt verbergen Fan. phal. Ich ſtehe nicht eher ui bis ich eines en Digen Blickes 5 uͤrdiget werde. Ach ſie Ak til. - Mich. So befehle ich / daß er aufftehen ſoll. Phal.(fpringe auf.) Sich. bin gehorſam. was mehr?

x

5 Mich, Sch befehledaß er mir befehlen fol. Pyhal. Dergleichen Kühnheit lauft wider meinen

J *

Amterthänigen Defpech, 2.00 us. Mich. Und alfo ‚hab ich Die Macht zu befehlen: ingegen hater die Macht mir nicht zu gehorfamen, Sch bitte noch einmahl / er befehle mi... 5 Phal, ch wie meine getreue Siebe unter fo viel grauſamen Nerfuchüngen verfchmachten. _ „Mich. Er horet mein Wort; Er hat mich zu ſei⸗ ner Gebieterin auserleſen; Nun fol mir etwas bes bpalt. Ich bin init meinen eigenen Morten ges Fangen. . Ssth befehle» ich befehl = ich defch = x - = Mich. ch gehorche = ich gehorch ⸗⸗ ich gehor ⸗⸗⸗ Phal.Die Sprache entfaͤllt mie/ weil ich meine Alnterthänigfeit verleugnen foll. (ad spedi) Ach ich weis wohl / was ich befehlen wolte; Allein ich bin zu Furchtfam: Doc) vielleicht will fie wir durch Diefe ſtige Manier gute Anleitung geben / daß ſie/gleich alg auf einen Befehl / meine Liebe zu einer ſuͤſſen Nachfol⸗ ge anreitzen will. Ich werde beſehlen / fie foll je Füffen. Ach verſammlet euch / ihr Lebens⸗Geiſter / daß ich Hertze genung habe / ſo einen wichtigen Befehl Mich. Der Befehl wird nachdencklich ſeyn /alldie⸗ weil eꝛ ſo ein weitlaͤuftiges Nachſinen von noͤthen hat. „Phal. Ach ſchoͤnſte Gebieterin / ich befehle zum un⸗ zerthaͤnigſten ſie vergoͤnne mie «ze Ad) Courage warum verlaͤſt du mich? Sie vergönne mir einen = = Mich. Was heifft: Sie vergönne mir einen? Meinet er etwan einen Abtrit? Der foll ihm vergoͤn⸗ net ſeyn. 2 Phal.

| 68 Der verfolgte

Phal. Der Stein muß doch von dem Hersen a weltzet ſeyn. Sie vergönne mir etwas von ihrem

ppen. 3 Mich. Ich werde meinen ſelbſt⸗erwehlten Gebie⸗ ter nicht anſpeyen. Phal. Ach verflucht ſey die unberedte Liebe! Pe ad Spectat.) Und verfpottet fey Die furchtſa⸗ me Siebe! I

Anderer Handlung Sechſter Aufzug, |

Die Borigen/ Saul,Abner, Sares.

—Saul | 8 SR da / meine geliebte Toochter/ alfo habt ihr das Derlangen eureshersgeliebten Vaters er⸗ fuͤllet und alformuß ich befennen / daß Diefer feoliche Anblick mich in ver bißherigen Unruhe ziemlich getroz ftet hat. [Er ſchlaͤget ihre beyde Haͤnde zu⸗ fammen.] Vergeſſet den Namen des verfluchten Davids / und liebet einander allen denjenigen zu Tro⸗ tze / welche die Wohlfahrt des Koͤnigl. Hauſes unter⸗ druͤcken wollen. Be 4 - Phal. Sch bin in unterthanigfter Danckbarkeit gehorfam. Mich. Und ich erwarte / was mir mein neuer Eh⸗ gemahl befehlen wid. sgsaul. Ihr habet Gelegengeit genung eure Liebes⸗ Befehle zu vollziehen. Gehet in euer —— ma

4 Be

macheteinen gückfeligen Anfang/melcher ins Fünffti-

| ‚ge durch einFonigliches Pangvet foll beftatiget wer⸗

ven, 29 Pnal. fuͤhret Michal.) Nun koͤmmt meine Lie⸗ be wiederum zu Kraͤfften.

Mich Und mein Sclave præſentiret ſich zu neuer

Verſpottung. (Beben ab.)

Saul, Aber mein Hr. Feld⸗Hauptmann / tie foll nun die Sache am kluͤgſten angegriffen werden? .Abn. 59 David.lange bey dem altenund liftigen Samuel gelaffen wird / ſo iſt an der Rebellion des gantzen Volckes wicht: zu zweifeln. Man weis wohl / was fich dieſer alte Prophet vor einer Botmaͤſ⸗ ſigkeit über das koͤnigl. Haupt anmaſſet / und ich habe

noch nicht verdauet / daß er im Dem Feldzuge wider Die Amalekiter ſich ſo kuͤhn unterſtehen durffte die Gelin⸗

digkeit des Koͤniges vor den Augen des gantzen Vol⸗

cket zu beſchaͤmnen. daul. Der Alte ſoll von mir unangetaſtet bleiben...

Allein wenn er den Verraͤther Davſd auch mit ſei⸗

nem Rocke bedecken roolke/ fo ſolte er. meine gerechte

Mache nicht verhindern / ſolte auch fein grauer Bart. durch des Verraͤthers Blut gefarbet werden.

Abn. Es müfen gewiffe Perſonen abgefertiget. werden / welche ihn todt oder lebendig abholen...

Saul. Ihr mein: getveuer Sares / verfchaffet ge: treue Derfonen/ und wenn: eine Parthey zu ſchwach waͤre / ſo ſchicket dieanderegleich auf dem Fuſſe hin: nach; Mit der ausdruͤcklichen Bedrohung / daß ich: in eigener Perſon nachfolgen will / woferne der gerin⸗

ſte Verzug ſolte geſpuͤret werden. J | & ; ı

4

jo Der verfolgte Abn. Es iſt des Koͤniges Befehl / welcher ohne

Entheiligung des Himmels nicht darff gemindert:

werden. (Saul und Abnergehenab,) -

Anderer Handling Siebender Aufzug,

Sares. | | Ste: mehr ich den Lauff der gegenwertigen Zeit an⸗ RAN defto weniger Fan ich mir eine Beſtaͤndig⸗ feit bey diefem König. Throne einbilden. Wo ich hin fehe / da feheinet David cin Vortheil voraus zur haben: Gleichwohl lebe ich fo verbunden, daß ich Die Parthen meines gebietenden Herrens nicht verlaffen Fan. Ich verrichte was mir befohlen iſt; Alein es iſt treffuch ſtille um die Hauptwache / fie muͤſſen ge⸗ wiß alle zugleich ſchlaffen / oder ſie werden al geincken. Holla! ift niemand da / der Des Koͤniges Beſfehl anhoͤren will? | |

Anderer Handlung Achter Aufzug.

Sares, More, Rechob, Chefib,Bala, Aſel, Nimſi.

More».

ya iſt zu verrichten? = Sar. Im Namen unfers Allergnaͤdigſten Kos niges habe ich die Gewalt etliche zu erkieſen /

DAB ">

- Fich in Nana unverzüglich begeben und. den David auch aus dem Sihoffe des alten Samuels heraus

reiſſen follen/damit er in Des K Königes Hande leben⸗

®

Dig oder todt moͤge geliefertwerden.

Mor, Ich bin gehorſam / ich will der erſte ſeyn. Cheſib und Bala ſollen mich begleiten.

Sar. Doc es muͤſſen andere bald nachfolgen. Denn wo ein geringer Verzug gemercket wird / ſo machet fich der König felbft auf Die Reife,

Rech. ch willauf dem Fuſſe nachfolgen: Afel und Nimſi ſollen mich begkiten.

Sar. Sy moͤget ihr die hohe Pflicht in acht neh⸗ men: Es lieget des Königes a; 1 unfere Wohlfahrt daran, scher ab.)

Mor. Nun ihr Purſche / habt ihr ia ferfig ges

‚macht? Das Werck mug fchleunig volljogen wer⸗

ven "Chef Sch will die Augen beffer brauchen/als neu⸗ lich / da ung die liftige Michal mit dem Bilde betrog. Bal. Und mir foll er nicht entlauffen; Denn: ich

habe das Lauffen beſſer gelernet / als er,

(More, Chefib, Bala gehen ab.) Rech. So merden wir auch nicht Diegeringften

ſeyn. Was die erſten verfehen/foll durch unfere Tapf⸗ ferkeit gebeſſert werden.

Afel. Die Menge wird es bringen. Wir trotzen auf des Koͤniges Befehl. Nimf. Und ficht en mit den Degen / ſo werffen wie:

wit Steinen.

Kech. Eine ſchoͤne Invention. Mit dieſem Ge⸗

wehre hat er den Goliath hezwungen.

E4 VNim.

MM. Der verfolgte

Nim, Und wer foldye Birnen in guter Dpantität einfreffen muß/den werden die muthwilligen Gedan⸗ cken vertrieben.

Rech. Nun machet euch fertig / wit duͤrffen nicht zulangfam fommen ; Sonſt koͤnnen fich die erſten durch unſere Nachlaͤſſigkeit rechtfertigen.

Anderer Handlung Neundter Aufzug. Simei, Sual, Laſa, Kedar.

RC weis / was ich ein habe dual. Und ich weis / was ſo einem Officirer vor ein gehoͤret.

Sim. Ihr moͤcht euch mol ein Tractament nochfo herrlich einbilden. Was ich) behandelt habe/ dasge

be ich, j Su a iſt Dach und uk i *

mer On und Sach Keimen eine le Stibena u

Sual; Je du Farger Filtzhut; Die Leute hr

ER David. 73 ee es Tee me wol / es koͤmmt niemand unbetrogen von dir, Aber wo iſt das freundliche Angeſicht? | Sim. Ich habe wol Feinen angeflennt. So ‚nich jemand eines unfreundlichen Gefichts befchul- | Dee ai mit Schelmen um mich mwerffen. Saal. Wieder wasnees. Schelmen haben ge⸗ meiniglich die freundlichften Gefichter. Aber hört Doch, Ihr alter Maufefallenmacher/ wenn ich zu Dem Wirthe fpreche: Gebt mir zu ſauffen / und er hängt das Maul und fchütteltden Kopff / iſt das ein freund: lich Sefichte? Sim. Fodert nur zu ſauffen von mir / ihr ſollt ſehen wie ich lachen will. RER in Sal. Wieder betrogen, Aber ich Dachte / Weib und Kind folten ung nichts zuLeidethum? Alter / wie ſtehts um das Puͤnctlein / he? Sim. Wiefoltsftchen? gar gut. Sual. Seh meine aber nicht fo. Wie Fan mir ein geöffer Herkeleidgefchehen/ als wenn mir iemand in meinem Hunger und Durfte nicht beufpringen will? Sim So / ſo/ guter Freund / die Auslegung läfft ſich hören, Mein Wort lautet fo: Es folleuch Nichts zu Leide geſchehen: Ob ihr aber viel gutes ge: hieffen ſolt / davon hat unſer Samuel noch mehts pro⸗ pheceyet. - Sual. Mein Bauch weis es am beſten / was mit zu Leide geſchehen iſt. Ich will wetten / ehe eine Stun⸗ de vergeht / fo denckt der Bauch / mein Hals iſt gehan⸗ gen. GStillerfille! alter Knicker / wie ſtehts um das Dann und Wann? (Kr a poflirlich herum.) 5

Sual,

4 ° ee»

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.—

Sim. So ſtehts / daß ich mein Dann und Wann nach meinem Willen auslegen will. e. Sual: Heifft Dann nicht cin Srühftücfe/ und Wann das Veſper⸗Brodt? Heiflt Dann nicht ein Stuͤcke Rind⸗Fleiſch zu Mittage / und Wann eine gebratene Schoͤpskeule auf den Abend? Heiſſt Dann nicht ſechs Kannen Meth / und Wann zehn Kannen Wein? Sim.(lache Ieh wolte euch mit dem Dann und Wann zu den Philiſtern weiſen. Es heiſſt: Ich will bisweilen nach meiner Gelegenheit was thun. Sual. So thut doch was nach meiner Gelegenheit. Sim. Ich ſage meine / und nicht eure Gelegenheit. "Sual. Aber meine / und nicht eure Gelegenheit bes ftehet im Seelen und Sauffen. | Sim. Wollt ihr michzum Narren haben / ſo möge, ihr euch zum Hencker hin packen; Sch will doch wohl bleiben / wer ich bin. Sual. In meinen Gedancken gehtsiebab> Ich mu, nur zum legten Puͤnctlein fhreiten. Halt auf halt: - auf / Hr. Simen. Wie ſtehts um den Grofchenyhe Sim. Der ſteht fo lange bis ein Scheffel Korn be⸗ hlet wird. Nun ſeyd ihr noch nicht achtzehn Tage * mie: Esiftauch mein Wille nicht / daß ihr meine, Schwelle weiter befehreiten ſollt; Darum bin ich- nichtsfhulie R | Sual. Ey Hr. Simei / ich muß fuͤrwahr meinem. Groſchen haben. | Sim. Ich gebe nichts. Wers nicht leiden kan / der verklage mich beym Koͤnige. Ich weis wohl / wie wir Vettern mit einander fliehen, (geh ah

a X a, .

74 Der verfolgte |

. EEE *

| David. BEE Sual Ich fehe wohl / in der Welt erden viel Aemter ausgetheilet: Aber bey der Beſoldung wer⸗ den viel gemacht. Ihr lieben Leute / ihr ſe⸗ bet / daß mirs am guten Willen nicht ermangelt. Doch wenn ihr nichts kriegt / ſo ſeyd ihr Die gluͤckſelig⸗ ſten Soldaten; Denn ihr habts ſo gut / als der Offi⸗ cirer. J Lal. Ich weis nicht / ob ich die Gluͤckſeligkeit ſo vertragen werde. Wo iſt mein Freſſen und Sauf—⸗ fen? Wo iſt mein Geld? | Sual. Ihr Fantaſten / der Officirer theilet ja alleg mit euch; und was mir Simei gegeben hat dag iſt halb euer. | b Ked. Hr. Dfficiver / etwan fo gedacht / wie waͤre es / wenn wir noch einmabl an eure Stuben⸗Thuͤre klopfften? Sual. Vergreifft euch nicht an eurer lieben Obrig⸗ eit. | | Led. Ich werde ja meiner lieben Obrigkeit mögen an die Stuben» Thüre Flopffen. Geht hin/undFlopfs fet Dem alten Geitzhalſe wieder an fein Scheun⸗Thor. Sual. Ich will euch mein Recht uͤberlaſſen: Geht und klopfft ihr. | | Lalſ.Wir haben bey dem Manne nichts zu fodern. Daſteht ver Kerl / der ung bezahlen ſoll. Zufreſſen her / oder ich klopffe. Ked. Geld her / oder ich poche. SGual. Jun ſo geht nur an meine Stuben⸗Thuͤre / und pocht euch fein ſatt.

Laſ Der Kopff iſt uns fo gut als eine Stuben:

| Thuͤre. Holla / holla fi niemand drinne? | (Kr f chlaͤgt ihr.) Ked.

76 Der er verfolgte

"Red. Holla/holla! will niemand heraus Fon,

men? | Swal. Ach es iſt niemand drinne; Aber dag hi

ich wohl / en Paar Schelmen find haufen. | (Ste ſchlagen ihn / er ſchreyt jämmerlich.)

Anderer Handlung

Zehnder Aufzug. Die Borigen/Rechob, Aſel, Nimſi. Rech. Er thut einander Gewalt? Von einander / ihr

Hunde / ſonſt will ich darwiſchen kommen / daß Fleiſch und Blut zuſammen ſoll ein Ding wer⸗

Saal Ach ift Fein Officirer aufder Welt / der mich

bey meinem Reſpect erhalten will? | Rech. Ich dencke/ nachdem der Officirer iſt nach dem ift der Reſpect. Aber ihr Buben / was treibt euch zu ſolcher Verwegenheit? Lalſ. O wir thaten nichts; Wir fragten nur von Herren / ob er daheime waͤre. J Ked. Und ich meinte/ er möchte meine Bezahlung s verfchlaffen/fo wolte ıch ihm nur aufwecken. | Rech Was habt ihrgegen einander zufuchen? Laf. Er hat uns geworben als ehrliche Soldaten: und nun will er uns bezahlen als einander, Ked Ja er hat mir in meinem gantzen Dienfte 4

nicht einmal zu freflen gegeben. ich zu freſſen geg ——

* 2 RR 7 Kechk. Die Sache ift vonböfgg Confeavens. Ihr | Buben / laſſet guten Rath gelten / wo ihr geworben eyd / ſo muͤſt ihr eure Bezahlung mit Beſcheidenheit uchen. Und damit ihr wiſſet / worin dem Koͤnige kan

Da ſoll der Verraͤther David bey dem Propheten Samuel aufgeſuchet werden. Wer ungehorſam iſt/ der wird Die Buſſe ſchwer zu tragen haben,

ACNun viel Gluͤcks / Herr Sual/ zur Camerad⸗

afft. Nirmnſ. Und viel Gluͤcks zum Nachſehen / wenn

wir die beſte Beute voran gemacht haben. (Ste gehen ab.) Sual. Ihr verzweifelten Salgenvögel/ klopfft mir yoch einmahl an meine Stuben⸗Thuͤre / was gilts/

r

m ſollet mit den Beinen wieder an Den Galgen klopffen.

Laf. Wer Fan wider Gewalt? xed. Und wer weiß / ob die Herrligkeit lange wäh; ret? wo ſich das Blaͤtgen umkehret / ſo nehme ich ei⸗ ‚hen Heller / und klopffe wieder,

Sual. Schickt euch / ihr Purfehe/ marchiret fort, fſechs und ſechs in einem Gliede mo der Hencker den mittelſten holet / ſo bleiben noch fuͤnffe.

ERERE

Ande⸗

- u

78 Derverfolgte 0

Anderer Bandlimg Eufter Aufzug 7

(Die innerfleScene eroͤffnet ſich.) | Sam

Ohat doch iemals des HErren Wort gefeh⸗ (et? Saul iſt einmahl verworffen und num muß fich alles zu feinem Lintergange ſchicken. : Dav. Sein Gewiſſen muß ihn felbft uͤberzeugen / daß er an mir keine Salfehheit iemahls gefpüret habe/ gleichwohl aber müffen die heimlichen Dhrenblafeg ſo viel gelten / daß ich zum Tode verdammet werde. Sam. Wen GOTT dis Königreich geſchencket hat / und wem das H. Salb⸗Oel ſchon auͤf dem Haup⸗ te lieget / derſelbe kan uͤber alle Verfolgung trium⸗ phiren. Ye Y a ; Dav. Der Höchfte erhalte mich bey diefen Gedan⸗ cken / daß ich meine Verfolgung mit Gedult übers ſtehe / auch niemahls genöthiget werde meine Hand anden Sefalbten des HErren zulegen. N: Sam. Aber will mein geliebter David fich des Koͤ⸗ nigl. Hofes gaͤntzlich enthalten? Hi Dav. Wo mir nach dem Leben geflanden wird/de - muß die Abmwefenheit Das befte Mittel feyn. Sf Sam. Vielleicht hat der König aus Raſerey ges fündiget/ und vielleicht hat der geatifame Schluß ihn ; bald nach der böfen Stunde gereuet. y Dav. Dieböfe Stunde möchte mir zumSchaden

gar geſchwinde wiederkommen Sams

" Sam. Der Bott/der.da vorige Unheil abgewen⸗ det hat / wird ſeinen Arm auch in der kuͤnfftigen Ob: hut nicht verkuͤrtzen laſſen. Doch mas ſehe ich vor Boten ankommen? Sie werden uns vielleicht aus einem und andern Traume helffen koͤnnen.

Anderer Handlung 8woͤlfter NAufzug. we Samuel, Abifai,

be Joab. | | IT Ein Herr Davidfo will ſich em guter Freund in der Noth erkennen laſſen. Abl Und ſo trotzet die Beſtaͤndigkeit auch mitten in der Verfolgung, | ' Sam. Angenehme Worte aus einer imangeneh⸗ Dav. Haltet mich nicht lange auf / ich weis doch Wohl / daß ſich der Zuſtand in meiner Abweſenheit nicht gebeſſert hat Ioab. Der König hät ihm den Tod geſchworen. Day. Und fo lange ich fliehen Fany ſo will sch leben. Ab,Und die Groſſen des Hofes haben ſich zuſam⸗ men geſchworen / hey den Koͤnigl. Throne vor einen Mann zu ſtehen. | | _ Dav. Wo Gott nicht mit indie Allianz getreten iſt / ſo werde ich Bor dem Bindniffe nicht erſchrecken. Joab.Es find gewiſſe Perſonen ausgeſendet / wel⸗ che Befehlhabenyauch des Propheten Samuels ſei⸗ ar heiligen Gegenwart ſelber nicht zu verſchonen / BEN, wenn

wenn fi nue feine Perſon lebendig oder todt liefern

fonnen, Dav. Die bioffe Gegenwart Diefes heiligen Pro⸗ phetens fol mir anftat einer feſten Mauer fepn, Ab, Aber ach nocheine Zeitung / welche das Ger mühe meines Herren am alferhefftigften beleidigen

wird, 2 Dav.Sft es möglich / daß mir noch etwas hoͤhers

go Der verfolgte | |

EEE

ran | ER Ab. Cs ififreplich etwas hohes: Michal hat ſich wider ihren Willen an Phalti verheyrathen müflen, Dav: O yerfluchte Grauſamkeit! R Sam. Ein Gottes⸗Freund muß ben feiner gewiſſen Beſchuͤtzung den Verluſt aller zeitlichen Sreude ver⸗ achtenfönnen. Allein es iſt Zeit / daß ich meine Proz pheten-Kinder verfammle. Will mein Herr Das vid hier in der Behauſung verziehen / fo wird die Furcht wegen Sauls Soldaten vergebens fenn, Joab. Mein Herr / dieſes find die Dienfte damit. wir unfern Gehorſam ablegen’ Daß mir boͤſe Zeitun

bringen; | Ar

" Ab-Unddie Pfeil / die der König ohnedeffen Erin pfinbfigfeit verſchoſſen hat / muͤſſen wir Durch ſolche Erzehlungen in fein Hertze drücken. J—— hav. Die guten und boͤſen Zeitungen ſtehenncht in unſerer Gewalt. Ihr habt ein Prob⸗Stuͤcke eu⸗ rer getreuen Beſtaͤndigkeit abgeleget. Doch woſern ich noch etwas bitten mag / fo gehet Doch in hoͤchſter Eyl miederum zuruͤcke und vermoͤget meinen Her⸗ hens⸗Freund Jonathan / daß er nur auf ein Wort fichbey mir einfinden mochte, Joab;

David. —— Toab. En allen erſie erden, * Man und Abifi geben ab, ) J an. Sb

8. getan gelaſſen habey {3 ihe ſchunfch eh | BON ſtidu Le Eydams / auf Deinen Kopf foll ce erden. Und lemehr ich

Hchonen will / deſto weniger | * r meinem Zorne verſchonet ve Eu Haupt 2 nit von dem

du in je en mit den

fenyoderfftmein Fottfhdt elbet beteoden mordeny Daßer Diefe oerfluchte $ t hintertreiben onen Naun ſſeheſch wasvorh

> 8 % tag —VV——

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| *

a 2... De Der varfige

"Anderer Bandlung

Dreyzehnder Yufzug, | "Samuel Eldad, Medad, MNebenſt andern Sängern/ als" Prophe⸗ ten⸗Kindern / præſentiren ſich / und weñ Samuel vorſinget / ſo fingen fie nach / | und fallenzu gewifler Zeit auf die An und aufihr Angefiche.) Sam. Der 5 Wercken. Wer ſeinen en recht beſingt / Den wird er auch im Seifieläreen i le Daß er noch beffte Früchte bringt. Lobſinget dem HErren / und preiſet den DEREN: Dear Dimmelertheile fein fräfftiges Amen. Das Chor auf den Knien. a Lobſinget dem HErren &, ‚Sam; Er hatuns feinen Troftserfprochen,. „: | Derfoll des Volckes Heyland feyn. 6 weis / der Spruch bleibt EB Eh faͤllet Erd und Himmel ein. Chor. gobfinget dem HErren ae. * Sam. Leute lernt ſtudiren / Wie man dem HErren dienen Az, | So koͤnnt ihreuer Werck vollführeny / Ye geht es euch imeben wohl. Chor. Lobſinget ꝛc. Sam. Nun ihr meine Geliebten / vollführet da Amt des heiligen Weiſſagens / in dem ich durch Vrrichtung u; werde,

„David. Ts

Eid. Wie wollen nichts verfä umen/ waẽ wie - ſem Propheten-Amte erfodert wird, ‚um ic) hofferd Offer fich bald

ä ag Der HErrſeymit euch heine Sim X

"Eid. Und deſſen Majeſtaͤt begleite un —*

in dem HErrn KL ir werden unſer Ampt von neuen an⸗ nge "Ed. Ach HERR/ wen wirſt du ſo belohnen / Daßer ſoll in dem Himmel wohnen? Chor, Wer dich als König fuͤrehtt / wer bich als Vater lieht / a Er Wedel Chönfe ſich vertraulich fi {1

bergibt Eld. Ben wirſt du ferner ſo belohnen/ Daßer ſoll in dem Himmel wohnen? | ‚Chor. er re re liebt / wer nach

wie den andern

‚nd ter anbiong Vierzehnder Aufzug. ‚Di ke‘ Vortgen / More, cheũb, ala-

kin X er» River behfarhe

Br’: Es u e mes ve X

nicht darun z er ‚Che‘

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A 32 _____ Derverfoigte Anderer Handlung Dreyzehnder Mufzug, - "Samuel, Eldad, Medad, Mebenſt andern Sängern /als Prophe⸗ ven Rıindern/przfentiren ſich und wen Samuel vorſinget / ſo fingen fie nady/ und fallenzu gewiſſer Zeit auf die Anıe und aufihr Angefihr.) ae Sam. Der HErr iſt groß meinen Wercken, | | Wer ee Ban recht beſingt / | Den wird er auch im Geiſte ſtaͤrcken / A —* Daß er noch beſſre Früchte bringt. Lobſinget dem HErren / und preiſet den Namen: Der Himmel ertheile fein feäfftiges Amen. Das Chor auf den Knien. Lobſinget dem Herten, ed Sam: Er hatuns feinen Troftserfprochen, Der ſoll des Volckes Heyland ſeyn. Ich wes / der Spruch bleibt ungebrochen, Eh faͤllet Erd und Himmel ein. Chor. obſinget den Erin. Sam. Wolan ihr Leute lernt ſtudire n, | Wie man dem HErren dienenfoll; -

Sdoo koͤnnt ihr euer Werck vollfuͤhren/

So geht es euch BER Chor. 'Lobfinget ꝛc. | Sam. Nun ihr meine Geliebten / vollführet da® Amt des heiligen Weiſſagens / in demich durch andere Verrichtung abgefodert werde

„David. no

Eid. Wie wollen nicht 8 verfäumen/ wo (mag zu Die zu Dies ſem Propheten-Amte erfodert wird, Undich hofferd Geſelſſchafftwird ſich bald

Sam. Dar HErrſeymit auch meine Söhne, = ri

Gehet deſſen Majeſtaͤt begleite unfern Dater * ‘Med. ir werden unſer Ampt von neuen an⸗ —2— Ah HEN g/ wen wirſt du ſo belohnen / Doß er ſoll in dem Himmel wohnen? ‚Chor. Wer dich a als a wer dich als Wer Bas fe ſeh vertraulich fi a⸗ Bi. 29cm wirſt du * belohnen /

Ber fol indem Himmel wohnen? ‚Chor Wer —— liebt / wer nach

mise ie nf andern

Itden —— Vierzehnder Alufen Die —— Mei: el b, a |

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Wo Der Derverfolgee Chef. roch zur Zeit ſehe ich keinen nen, deffen Gef F te Davids Perſon verrathen koͤnte. Bal. Veelleicht wird ſich feine Ankunfſt bald aus⸗

weiſe 9 Wie wird der Gottesdienſt getrieben? J Wie glaͤubt ra Furcht und Lie

e ‘Chor. Wenn man im Hertzen denckt / ſo viel die Zunge ſpricht / | Und wenn man keinen Sinn auf eitle Sa⸗ chen richtt. (More, Chefib, Bala fallen mie nieder.) Tld. Wie ſoll man üm des Nechſten willen Das Ampt der Liebe recht erfüllen? ? "Chor. Wenn man on, ohne Falſch in Dienſten wi Und diß pi: Date gonut/ was ſenſſen

Anderer Handlun Runehnder dluf zʒug.

Die Vorlgen / Kechob Alei— Nimfi

Aſel. St oben vielleicht gute‘ Wort bio fee Rayh erſchnappet haben.

Nim.

‚David, —— ‚Nim. Oder ſi fielen freundlich’ Daß fie de Kebellen deſto sicher ih den ed;

en. Rech. Ich muß näher hinzu treten / und den aus gang Diefes ABundermerches erwarten. Eld. —— ‚aber die Perſonen / Die unſrer Pflicht am naͤchſten wohnen? Chen, Der König Kin uns / die Edlen find ung .

Unddenbeiffn ur Sreundiben, was zu Liebe

| Hefe wi Sr 5 ehren / | Dun wir den Zepter nichtscrfehren? | "Chor. Wir ſehen feinen Thron vor GOttes Werckſtadt an / So hat ſich unſre Schuld ans Licht her⸗ Bor gethan. .

Gandlung _ Geosehnder Aufzug.

fe e Vorige n{Sanlı Sares,Ziba», y At v Yırkr Saul. eninialle Melt an mir wolte ungehorfarn en, ſo will ich der Königl. Hoheit. bey mei⸗ nem geben nichts entziehen.laffen.. Sar. Die

srurze Win

ten ſind etwas langſam. Vielleicht

Fl das Wihpret dieſem Netze ſchon entgangen

au Erg lauffen / wie reife wid er doch ein⸗

86 u, Der verfolgte einmahl vor dem Schlage meines Königlichen Zes pters erzittern müffen: ahnen | Sar. Doch mag ift dieſes vor ein Schau⸗Spiel? Sie fragen gemißlich Die Propheten-Kinder darum / wo fie den Feind des Königreiches antreffen follen. Eid. Der Höchfte ſey von ung gepriefen/ Chorus repetit. A Sun EId.Daßnochein treuer Koͤnig lebt. Chorus repet. | Eid. So hater uns viel guts erwieſen: Chor. repet. Eid. Daß Licht und Recht im Lande ſchwebt. Chorüs. repet. J Chor. Lobſinget dem HErren / und preiſet ben

Namen / ar Der Himmel 'ertheile fein Frafftiges AMEN

Saul. Was vor eine Veränderung bezwinget meis ne Seele! Sollich hier bleibenoder fol ic) mich in jenen Haufen begeben? ——

Ä ws Ich befinde felbft eine Himmlifche Empfind⸗ igfeit, "= 79 iR | | Saul. Auf Ziba! reif mir die königlichen Kleider vom Leibe; Es gegiemetfich nicht / daß der Gottes: dienft durch folchen weltlichen Habit m . Zib. Xhr Maj. werden fich vor devo Unterthauert nicht entblöffen.

Saul. Was ſageſt du? Soll ich vor dem Ange: fichte GOttes hoffartigfenn ? er

Zib. Ich bin gehorfam / und fo geſchwind es Mage lich iſt / ſollen die Kleider äbgeleget werden.

hir a ar,

David IId wohl dem der fich in einer ſolchen Geſell⸗ ſchafft benden ſo—l. "Saul. Sch vergaͤſſe meines koͤniglichen Thrones / wæenn ich die gantze Lebens⸗Zeit dergleichen anmuthi⸗ en; era —V J PP 5 ar Zib. Sp willich die Kleiderhier behalten. Saul. Nein / packe dich mit den Kleidern fort/ auch dieſer eintzige Anblick wuͤrde meinem heiligen Vorha⸗ Eld. So finget auch ein neues Lied / nn) Weil täglich neue Gnade blͤht. + Chor. gobfinget ihr Sterne, lobſinget ihr Lüffte, obb ſinget ihr Berge / lobſinget ihr Kluͤffte / ur Veen or Müller, he Dölenı bi Waͤlder / ihe Wieſen / we

>00 GOTT werde Dusch euern Gehorſam

xrxſen Dreenn welcher Die Menſchen in Gnaden ee DR | | Hat einen gewiſſen Meſſias beftellt. Cnter waͤhrendem Geſange koͤmmt Sual, Laſa und Kedar, und wollen gleichfalls mit laͤcherlichen Poſſen niederfallen.) ul. Der ſey des Todes / der unſern Gottesdienſt

Sgr Entweicht / ihr Buben / wo ihr das Blut in. euren Adern behalten wollet. (ſchlaͤge dual.) Sual. Ihr Cameraden / kommt fort; Das Pro⸗ pheten⸗Handwerck dienet nicht zu unſeꝛmGeſchlechte. Laſ Und das Geld mag ich mit meinem Officirer nicht theilen. Dieſe dreygehen ab.) a un? F 4 Saul.

BE Demverfölgte "Saul. Nun laffet euer Lied, noch einmalbsren. Ghor,Lobfinget ihr Sterne .c. (rd repetirer.) Anderer Handlung SGliebzehnder Mufzug.

Saulnebenft den Seinigen. Saul |

G8 fanet fen die Stunde / da ich hieher kommen bin und noch mehr geſegnet fen Der Geſang / der ‚mein Hertze fo wohl exquicket hat.

Sar. Ich meinte aber / noir folten den David vers

en. Saul Ach David iſt GOttes Freund; mein Koͤ⸗ nigreich ſelbſt folk ihm gegeben werden. Verflucht ſey / wer ihn verfolget. | Er faͤllet nieder und ſinget / und ſteht allzeit wieder auf.) Mor. Das iſt gleichwol eine wunderliche Veraͤn⸗ derung: Welchem Befehle ſollen wir gehorchen? Saul. Freylich bin ich ein ander Mann worden. Gehorchet demjenigen / was mir GOTT befieblet.. | (Er finger.) HERMN / fage mie den theuren Namen / Wie nennet man den Weibes⸗Samen / Der GOttes Volck erlöfen fol? Wenn koͤmmt der Jacobs⸗Silo wol? Ach daß er Doch fein zeitlich kaͤne! Daßer mein ganges Königreich Sampt

David. 89 77, Sat Samptmeiner Krone zu Th nahme)

Sein ihm iſt nirgend iemand gleich. Rech. So moͤchten wir den Propheten⸗Kindern aus den Augen gehen: Weit fie doch vermuthen

en daß Dabid von ung gefuchet wird. 8 Yes HErren Wunderwercke ſolen nicht gelbongen blelbit, Ich ſage / David ift mein Freund / und ich werde nicht eher von daten gehen / bis er mein

Angefieht geſehen hat.

Anderer Bandtung

Achczehnder Aufzug. Die un und David,

hie bin ich, Iſt etwat

mir befunden worden / fo laſſe

Saul. Ach bası Bi meines Sohnes Stimme? Mein David / mein unter allen Kriegs⸗Hel⸗ den / eichen wir fo weit von einander / Daß ae it folcher Dlühe fuchen müffen ?

Ich werde verfolget / und niemand will mich |

entlich befchuldigen. in sul. iftnichts. Hier ſi ind meine Freunde und meine Zeugen / daß ich meinen liebſten David mit dieſem Kuſſe aller Koͤnigl. Gnade und aller voͤ⸗ terlichen Treue verſichern will. 38° Dav. GOTT faffe den Koͤnig leben / und laſſe F iernechlt meine —4 unbekannt ſeyn.

Saul.

N; J “=

* re

*

Der verfolgte

Saul. Dochmein Sohn David. ‚folk ohne eure eure Begleitung zuruͤcke gehen ?

Dav. Sch bin zu der. Neife wenig gefehickt: ‚Aber auf Königl. Befehl will ich eheftes folgen. i

Saul. Ich binzufrieden. Unterbeffen ſeyd noeh⸗ mahls geſegnet / mein Sohn. (cgehet ab.)

Sar. Ach mas vor ein Cxempel der. menfehlichen Unbefiandigfeitl, » (gehet ab.

Mor. Und was vor ein Schimpfgegen treue Die⸗ ner / welche bie Sende ihres Koͤniges verfolgen fol

len. (gebet ab.) Rech. Und waß vor ein gutes Voriheũ vor die zufünfftige Rebellion. (gebet ab.)

Chef Nun ihr Cameraden / laſſt den heutigen Feldzug in die Zeitungen Krabat: (gebet ab.)

Sual. (guckt hinter der Scene hervor.) Gruͤſſt doch den Zeitungs-Schreiber / und Mu Er ſoil meine Prügel-Suppe auch nicht vergeſſen.

Anderer Handlung

Meunzehnder Aufzug. David, hernach ——

88 wunderthaͤtig m der allgewaltige ‚Gott,

und wie hat Doch dieſer hochmuͤthige Koͤnig ſo

bald den Stand einer ungewoͤhnlichen Niedrigkeit

angetreten!

vam.(koͤm̃t. Mein Sohn / das habe ich vorlaͤngſt

geſehen / daß ein GOttes⸗Freund in. meiner Behau⸗ | fung

ee

24 I dog Ge A CO A | ü— N

| |

!

David |

fung nicht nicht, * unferdrlicket werden. - " -Saffet ouc euch) dieſes zu künftigen Trofte dienen’ und wenn Die Noth am gröften iſt / ſo dencket / daß ein Goͤttliches der wird am nechſten ſeyn. mr Ein see mufte fich neben ung buͤcken. ddas Fönigliche Kleid durffte ſeinen Leib unten iter edecken. ‚Sam. Alfo erfennet auch die Macht / welche tiber Haͤupter zu ebieten hat. Erfand feine Beliebung an unſern Liedern. Set ae unter ſeiner Zunge ward ein neuer Ge⸗

San ir i nd die Harffe / der Himmliſche Sit ger rühretdie Seiten. Eid. Sremmfing finenverfafftengeind mit einem

"Med. Und. bot. ihr freytoillig den Titul eines Sohnes an u ta AL rt

I e erfennen die allmächtige Wirckung. Nun David lebe geſegnet. | And deſſen a werde auf einen ewi⸗

Sn gar, fein Fräfftiges Amen darzu:

Und weil ich dorte einen vertrauten Freund ankom⸗

—— * Einfamfeit

wird / fo fepdiefes Der Segen bey meinem

Der HERRe erhebe fein Angeficht über ie Friede.

Dav. Ach mein Herr Vater / die Verwunderung

—* Dinge macht mich gar entzuckt/ gab pordie kaum Ba or⸗

DE cm Der verfolgte

ortedandenfan; Der HErr beftätige der ven gen / und laffe Samuel nicht eher fterben / als bie ich. feinen heiligen Troft noch vielmahl gutzuunn werde.

Anderer Gandlung Zwantzigſter Aufzug.

Jonathan und David. Dav. Ch mein Bruder / habich die Gnade / daß ich Dies fes höchftwerlangte Angeficht vor meinem Br noch fehen fan ? Jon. Mein Bruder David: fol leben / und wils MR ſoll diefeg Angeficht noch offt zu fehen be Dav. Allein bin ich verrathen /oder bin ich verkaufft? von allen Ecken wird mir, ‚bie Zeitung meines Todes angefündi et / und der König ſelbſt will mich durch einen Kuß berſichern / daß ich unter deſſen gezehlet werden. Jon. Alſo darff man die Furcht nicht, aludins herrſchen laſſen. Dav. In deſſen hat ſich der Hoßzu meinem Unter. gange verfchworen: SO Jon. Sie haben fich eingebildet dem Könige einen Gefallen zuerweiſen. Mich duͤnckt / ich gehöre * zu

dem Hofe.

Dav. Ach mein Bruder/darff ich reden?

Ton. Ach mein Bruder / er mag reden ober wei gen / ich weis / was er fagen wird.

u

freywillig Beta Körbe —— dato empfind⸗ beleidiget werden?

* Jon. Mein Bruder /es iſt ein Unglück welches vielleſcht Dönfelben Perſonen amfchmerklichften vor: | ale die vor menfchlichen Augen das meifte ver-

"NUlD«

177 R

was wollen wir uns aufhalten? Micha Bm Schub;

Michal unſchuldig / fo hab ich aufmeiner

en bi Mifferhat begangen, Jon, In Liebes: Handeln * ſolche Wunder zeichen vor Daß wey Perſonen einander beleidigen, ine ied auf ihre Unſchuld beruffen chbin Zeuge Michal ift Su) —5— die To⸗

te Dal Uoc thiget wo lan ſo mag die SM dem ee fepn. use

ehorfantt Bean

n Knecht; a duch des Köni

eine Liebe def 8 a ein! Mach. Een dan har vor

ten en auſſ fie ea Sun hin? ? Sat ic) den Kös

Jon.

94 Der verfolgdt Jon. ch fan mir nicht einbilden / daß mein Hert Vater dieſes In vollem Ernſte folte beſchloſſen has

ben. —— Dav. Der Koͤnig weis von unſerer du A

Alſo wird er feinen geliebten Sohn durch die traurigen Schluß nicht befrüben wollen. Esift um ia ungiöcheligen Schritt zu thun / fo bin ich des Todes. * RR N vie Jon. Wolan / mein Bruder / et laffe meinen dus ten Rath gelten. Morgen wird der Neumond an unfern Hofe begangen. Er abfentive fich etliche, Tage; Wird mein Könige. Here Vater nach ihm fragen fo will ich ſpreche : Ex habe fich eines nothe wendigen Dpffers wegen nach Bethlehem begeben müffen. Wird er nun fein Gefichte nicht veräns dern / fo werde ich lauter Gutes zu hoffen haben; Solte er aber was ungnadiges an feiner Mine mer⸗ cken laſſen / ſo werde ich ſelbſt wuͤnſchen meinen Freund etwas weiter von mit zu wiſſen.

Dav. Allein wo Fan ich dieſes erfahren? vo Jon. Mein Freund verberge fich auf dem Felde / ſo will ich mit meinem Bogen hinaus gehen / und zur

Luſt etliche Pfeile verſchieſſen. Werde ich zu meinen?’ Knaben ſprechen / die Pfeile llegen hinter dir / fo ft es’ Friede / und alſo mag mein Bruder wiederkommen; Enge ich aber / die Pfeile liegen Dortwerts vor Diez‘ wenn fie der Knabe holen foll/ fo ftehet die Sache fehlecht/ und das beſte Mittel wird in der Slucht zu hoffen ſeyn. *— In

David. Wolan / ich nehme den freuen Rath any und ſchwere Daß. mich. kein Unglück von

Davids 3 95 J "Bei —X im Beamer” "abfendern

Ach ja es möglich / das meines e s auszuſt n ſo wůr de meine Freundſchaft ſo viel N 6 iger in Zweifel geſetzet werden, Hein ich fage dieß: St jemals meine Scele in die geringfte Untreu gegen Den geliebten David gewilli⸗ fo gebe GOtt / daß ich weder in meinem Leben von Menſchen noch in dem Tode von dem Himmel Jet geringſten Treue gewuͤrdiget werde. Der Hoͤchſte hue mir biß / was ich meinem geliebteſten David goͤn⸗

um wm in Same muͤſſe verflucht fenn / wofern ich

dern Segen meines Brudirs zuw der bin. | RE no zwey Perfonen mit einander}

m wvey en eine Seele haben. Und dergeſtalt ſey der HErr Zeuge zwiſchen uns behden/ dag der @ 3 * imſere Liebe trennen / aber doch

be ee bey der Abrede. zu guter ht/; Tei 13 dl n ww!

ee Bin Ser: Ei hätt

J > sie ege Orc —* in⸗ het) a

Drits

i 96 Der verfolgte | SrircerGandimg N e] af? air | | 34 Erſter Aufzug. Phaltı, | RXChſſchwebe in Furcht und Hoffnung. Denn Ziemehr das Königliche Wort meine Liebe le SEI cundiret, ie ſchiechter werde ich bey der Gr mahlin ſelbſt vergnuͤget. Es iſt gewiß / des Frauen⸗ zimmers Gemuͤthe iſt nicht anders als Poſt⸗Papier was jıterit darauf geſchrieben wird / daſſelbe ftehet rein und annehmlich. Hingegen wo man Die alte Schrifft außkratzen / und was anders hinein Dr "1 will / da wird man fich nimmermehr fo wohl fürfehet daß nicht eingeringer Fleck und was. unanftand ge folte zuruͤcke bleiben. Ach meine geliebte Michal hat den Namen David gar zutieff eingepraͤget und ? meinen Namen an die Stelle ſchreiben will / deſto ſchlechter ſteht es um meine Hoffnung Doch wenn etwan des Koͤniges Grimm durch Dat verfluchte Blut waͤre geleſchet worden / fo wuͤrde viel⸗ leicht mein Gemuͤthe zu etwas leichtern Gedancken verleitet werden. | Allein was haben Die zwey Herren fo vertraulich mit einander zu. überlegen‘? Ich werde mich etwas bis ich ihr, Geſpraͤche verſtanden be ae >> A

Ip: re rn, # J *

Denn a "Biiner Bandlng 2. Mderer Aufzug.

, ER Bichri. Phalti —* Site,

———

u ae Uch. feür mkomm jemand / und fagt / der Himmel

* Wolt 2auf Unglaͤubliche Sa; erften möglich.

Be Snap deſſen Namen David als in J N su aurfen ward / hat fich als ein Vater

ha Ei fi ängebotennach Ho⸗

. Uch. Ach a hemertgetreuen Diener’ deffen bes )ige Refo lutioi durch die Wanckelmuth eines Herr ßot ef wird,

Cogs wer Dem Staate Dienet/ber muß cken 1 einem Gaucken Spiel⸗e darbieten. ki ch. Wastollmanthun? Bir Haben einmahl BR ver even Seind des König. Haus auserfolgen / und nach dem der König an feiner on unteei wird / ſo ſtehen wit in Zweifel / 0b ein die vormahligen Befehle wieder⸗

alles aufunfer Verderben. Denn Bu em! feinen Fuß wieder einfeßet / ſo | Bunfr®& Schtone wicht anders als im Bute ers

r

er. Üch,

r 2 3)

a... Dermerfölgee |

Uch. Was wird aber der neue Siebhaber mit 27 ner Michal vornehmen? “2

Bich. Er mag das Seinige genieſſen / weil er noch Zeit hat; Denn wo der König den Vater Nam verneuret Da wird das Band der onferlichen fi I: nicht zuruͤcke bleiben,

Uch. Ich bethaure die ſaͤmtlichen Doch meine nechſte Reiſe wird auf das Land hinausgehen/ und wenn —— Weiſe zu den / etliche Tage ſolte kranck ſeyn.

Bich. Es iſt mir —5 ich nichtfolgen fan: Doi das wird mein Slücfe ſeyn mo ich mich zu unſichtbar machen.

Uch. Ich liebe meinen Herrn Collegenyund eh den König. Auſſer dem weis ich nicht / wem hangen oder wen ich verlaſſen ſoll.

Bich. Der Himmel helffe uns froͤlich zuſamn ꝛe . 1

Sritter Sendlung © =

Dritter Aufzug, Phalti, hernach Adriel,

* X* A!

Rn DIBECR EEE; % j a: = Aal

& RA

| Phal. So ifEdas Urtheil über mich betofanybe ki k den Schimpf der: einfaltigen Liebe tragen fi ‚fe 1 Ach hat Michal darum ihre Liebe unverletzt beba in weil David fo bald in ihr Chebette wiederum batf fen eingefeget werden! Was verhindert mid, To ich nicht den erften Baum zu meinem Begt Er i und den nechſten Strich zu dem Ende meines S J mers erwehle? Ir

I David, .98

* EX ——— Glück zu / Hr· Schwa⸗ e! Bi ehts um ein gut Leben ? | er aufdenZod gedentket/ der hat ſich | * felichen Lebens zu getroͤſten. ir. Ei! t ein Fläglich Thun um melancholiſche Dnen; Warum ſolten wir traurig ſeyn? oder | ſage warum will er gegen Die Koͤni 2 Samiliefo imdanckbar ſeyn? In die ſchoͤne yaltich) —— daß ſie alle Todes⸗Gedan⸗ BR D —— su der ſchoͤnen Michal hat "mich ndie ne, und nachdem David oufdas ed niges Sohn heiſſen ſol ach ſo bin ich 4 * ode! (ir fälierin Ohnmachte) Se hätl is gleichwohl der Liebe folche Wirckung u Boerse: Er zeucht ih einer mmächt dahin / de Bricht durch eine fliegende jepm betrogen worden. ern ich

nen kneke Fochter inie Yon der Seite weg⸗ rauben / ft ich vor eins gedencken / es

ein Webebild geweſen / derentwegen ſich ein Mann nic einmahldas euferfte Kleid / geſchwei⸗ ge den 1 das | Theil Des Hertzens zerreiffen tolte, Undvarnach wolte ichmeinen Kummer nicht vᷣc r de Seit angehen laſſen fondern ich wolte 5 meiner Siebften dergeſtalt vergnügen / af ehe Ren Machfolger mit Grund = MBahrheit fagen a er —— einen recht⸗

aff Borganger weis nicht / meinen He ——— behfpeingen, Ar

2

180 Der verfölgee BR, I Ei en olangı il er A R ei * cwnwit Bl Pi

. Diesen an 3 Die vorngen und Merob.

"Mer. komt gelauffen) 0 m Ein Kind / wo follich denjenigen ſuchen dee Gegenwart bey dem ‚Kömge ſo ʒeclan

| Mein Hnd ich ſollnothleidenden perſen beyſpringen |

Mer. Der ganke Stant/die Perſon des * ä und unfere Wohifahrt ſchwebet in der. höchften Noth. David ſoll wieder an feine vorige Ste Ser ges feßet werden / dag heiſſt / wit ſollen in —— Ve r⸗ ben willigen

Adr. Ich habe es noch vor eine Zabel gehe Mer In deſſen habe ich das Wort aus der n Vaters Mundey daß er ſich einen vet (be Geiſt ſo weit "hat übermeiftern: Iaffen / daß er fei vor einen Sohn wiederum⸗ Mr n

en hat. F So hat dieſer gute Menſch biliche M ohnmaͤchtig zu werden. Mer. Ach mein Kind/ as feiner Gef ur 2 | da pflegen / er ſuche doch alle Mittel hervor de m. £ E nigin den Haſſe wider unſern deind zu fiarchen

E SR { Da TEL Fr Adr. Je ee thun / fewahr als Ariel

erobs Seele verbunden ift.

EN ab.)

* * Kür nffter Auf zug. Ben hernach Michal.

Be Ner (ſtreicht ihn mit Balfam.) in! öfter Herr Schwager / iſt alle Empfind⸗ Fe ligkcit verſchwunden / oder iſt Das: Leben ſelbſt | ee | nn Sind meine Mittetnoch Bachipie.Kraftte wieder zu verſammlen? Ich dein} fe) daß ein klaͤglicher Tod über biefen. Con ai. ebietenkart:. #2 & Mi u Imet jelauffen. Ich werde an ei⸗ en O Ki * ant die Verrichtung unbekannt 2 Mer. fpring (bringe auf) Ad Fr. Schweſter / was —* fi RWie ie: liegt hier? ' Mer W als der liebſie Phalti. Mich. Ich bin es chon gewohnet / daß son mei⸗ zen Liebften: einer: nach dem andern vor die Hunde

® in sid.

Mich. Sohatsfeine Noth. Mer. Aber mo Feine Dülffe gethan- wid, da *

ein gefunder verſchmachten.

G 3 Mich

Mer. find Ps & ich pi 37 r keinen Todten halten darff. —— Mich Nun ſo willich einmahl cin Wonderſeie ven verſuchen Phaiti, ich befehle Dir / v xire mich nicht weitet mit Deiner Kranckheit. Und jo mahralsich dir Die befehlen Fan ſo geſchwinde ſtehe mir auf... phalit ſtehet uf Wo kommt der füfe Ber - fehlher / der ai wiede lebendig macht ? Bi

Mer. Non einem verliebten Munde, J

Phal. Ach iſt meine Gebieterin da? der Mund der mich wieder lebendig macht.

Mich. Ich habe etwas befohlen / wer fich ing Kühnheit weiter unterfangen will / der handelt wiz der meinen "Befehl,

Phal. Ich wuͤnſche aber zu vernehmen wa) | weiter verrichten foll; 7

Mich, Mirift nichte eingefallen. Will er inu fern Logiamente fo lange verziehen / bis ich mich ai auf f was beſinne / ſo kan er vielleicht nach feinem‘ Zi uns che gergnüget werden. RR Phal. Sb bin gehorfam/und gehe. (gehe ea Dh ‚Mer. St. Schweſter / Die Complimenten ſ tin | mir nicht an wenn ich Pholtimaree Mich. Aber mir ſtehen fie gar wohl ch/w ei Michal bin. - Mer. Es fheinet gar unhöflich and wenn ich De Jert Be Herrn Vater betrachte / gar ung 1)

"lich. 3 weis nicht/ob jemand Über me m.

If f Se Wi Ef

PK

* David. E: Ar tnaebie Ieten fat, ET das Ang wohl ſagen /

Be Re“ 2b) Sruter Handlung Geecchſter Aufzug. hernach Sual, Eybaal,Ziba

—F F muͤthige Schneller, det Taufeh will die Er Noch michtinden Kopf Dasid’Funte mit feiner fchaff Be! Dir ausrichten / als Phalti mie

——— gelauffn. Esbaal ſaget ihn ic einen Stecken. Ziba folget hinten nach.) "proteltire wider Gewalt.

b. —— du

er a efoll ich Das Lermen

u” Zik en; laſſen en nie

wißfe * J ale ey ha omare

ße Se unch Don König Ar ga wuͤrde.

F * fa.

-.

164 Der verfolgte" | . Mer. So rel recht /mein. Bruͤdergen ſchlage Rn Buben /daß ihm die Ohren und die Achſeln vor die Fuͤſſe fallen, Ä RE Be kesb. So recht fo müffen Die Leute tractiret wer —— von dem Throne ſtoſſen wo

Sual, Ach ich bin. noch nicht neunkig und der inder@pott den! (länffe Davon). ib. Der Kerliſt ung Ru: Doch

fen he y: X

Mer, —— "Das ——— fi d 4 wohl ju der gegenwaͤrtigen Zeit: Lafft mein Brut 1 hieruumd verrichtet unterde fen was cu ww

“2 * bin gehorfa. cgehet ab l * x) s J

Mer. Run / mein Brüdergen/ der Here De tee muß Ic u noch einmal zur an Hi

Siebender a —* Saul, N Isboferh, Abnen Se . y

a elle hottesbien ıftesı salen on. dieſes ah Wort numel halten jean. KR

MIR?

Sa * | * er ER * David. 103 Bott baog besoo ih eine ge ehörfeme

rk nf Ti anidift auf Des Königes "Befehl "bliebe es auch Die verſprochene Gna⸗

Und aha, por einen Unterſcheid zwi⸗ rtigen Bruder Jonathan? De Den der Wiederfunftt feines Freundes die Ehre Beſtaͤndigkeit —J—— zen; Ich aber werde Werſpotte werden /daf 1b den Feind meines Herrn Vaters habe. au a die ie fan ein Königlicher Diener fein ‚bei ah Bm der König feine Argfte Ste nehmen will? Sa y dem Weiſſgen gehhehen. "Det 5 in *— Bor Drte auf feinen Thron

Pr ehiren begeucht fich Die Verführung auf na a welche der. meineydige Boͤſewicht

| 16 ne heinet er. nicht bey derföniglichen Bei fich ſelbſt iner Miffethat et toll! den orte der hochheil.

"Ein Kor ig Fat niemahls höher beleidiget als ne e A er von einem Sclaven in unver, => en wird.

einen Zweifel / er werde fich bald 1 ettvan feine rebelliſche Cabala mit n un wit den Unterthanen moͤchte

By) h Ki I ch Gedancken unverſtoͤrt | 65 Ich

BR» er. DWZ Fi wi ce nu%, a, -

r

106 Der verfolgte AR

In habe ‚einmaht die vorige Mifferhat. vergeb: * neues auf ihn gebracht / ſo ——

Ein Rebelle muß eher zu Boden geſchla em werden / als er Die Suͤnde vollbringen fan. Denn wo der König zu Boden liegt / da kommt die Strafe zu langfam.

Isb. Und was David begangen hat / dag if: h N ee Sünden die man nicht wermahl ‚be: o gehen da ia

Abn Undeinabfolutee Herr hat unteefehieden ne Faͤlle vor ſich / da er nichts verfprechen kan / und da nicht verbunden iſt / das Verſprochene —— au machen. er;

Sar. Ein Vormund darf feinern Pupillen ni ie # vergeben: Undalfo darf ein König Ihr Koͤnigl ı PO Maj. halten mir es zu Gnaden daß ich mein A De 2 Gemüthe gar zu deutlich anden Tag lege.) E : nig darff an Br nicht di ei. ;

Adr. Recht ſo; Der Könighat einmahlgefchwer renyals ein König Das DBaterland prregieen: Damit ift er. einmahl vor allemaht von dem Merfpre nr auch wohl von dem Juramente 8 diefer herrliche Titul machte perleugnef werden.

Isb. Ach wo ift ein Schäffer der um eines fehnoe den Knechts willen feine Geluͤbde / und daß ich nahe Deuftichet rede / feine geherjamfie Kinder: verrathe en

wuͤrde? BE

Saul. Der Himmel ſey daß ich widern nei⸗ nen Willen genoͤthiget werde meine Zuſage zum derruffen, Und ich [che wohl / wer ein König bei Ten

J Dabvid. 397

Jar muß feine muß feine Afe&ten und feine ganke ke Zuneis nen. Doc) was wollen die Perſonen n geheimen Rathe?

Eau Handlung

Achter Aufzug. Beeren, / Merob, Esbaal.

ser Datei I be ehe eine Sünde / daß Er Das vaͤterliche Angeficht zu-fehen

39 Diewäteriche Siebe in das Hertze gepraͤ⸗ m eine Königliche Tochter niemals zur Er, er mas iſt euer Begehr? ſtan de daß ich mit dieſem Fleinen zar⸗ 18 Gebitge enttoeichen will. Und ab ih aus Unterthaͤnigkeit igen Abfchied nehmen wollen. Achz $ y it der Here Vater / des n ehe erh gt iter fest Due Fuͤſſen / und bitte / » 5 rauch? Pen) eingeben etwas ſorgfaͤlti⸗ erw Es werden ja auf dem Ge⸗ chaͤfer ſeyn / daß du aus Mangel

ber Mittel nicht verfchmachten varffit. ‚be zeb. B. Gute Peachtrliebfter Here Daten; ch wil } mi | hr en/bis David wiederkommt. auf. Bleibet hierzmein Sohn / voſern meines ſollen / fo Fan ich einem

Benraumen. Erbe dub feinen; | Mer,

108 Der verfolgte.

"Mer. Ach der Herr Dater darff fich unferttvi gen von feiner Meinung nicht ableiten laſſen. Stehe des Koͤnigreiches Wohlfahrt oder des Koͤn es ke putation quf dieſer Wiederkunfſt⸗ ſo er; vie vor den Augen Des ganken Volckes befennen F daß —— mit unſerer uch gar gern ot en wollen

Saul. Nicht alformeine Tochter, hier nehme Fleinen Beinken/ und verwahret ihn in euvem & zim⸗ mer / his ihr auch wohl heute dieſen Tag Die ng erfahren habt daß der todte "David Feine Komik Kinder beleidigen kan

Mer. fach den ich dieſes Geſetze Lee muß / fo bleibet die Reife frenlich vor dleſes mal eing ftelft. Sch bingeharfam.

(Sıe nimt Es baal von des Amel men / und trägt ihn hinein.)

Saul. Ihr habet mein Wort: David ſoll ve verfol

get werden/ und wenn ich meines eigenen St oh e % nicht verſchonen folte. Und ſiehe / eben da EommEnn hun eswelche Darum in meinem ogen iſt dafs fie mir zum Dancke Das Hertz vergif iR fol

A

3 TER?

Stritter Bandlung de Neundter Hufzug, =

Die Borigen und fonathan.. 2 Er O8: gebe meinem 1 Königl m. Dani gesteben! |

2 u Sa Mr

—— * FU ft j * | BASE

er ——

| = Au einefolcheNbergnigung/‘ dakich! die

E einlanges geben mit Freuden anhoͤ⸗ S sw d der grund gůtige GOtt bey ra Re | Seſe b afigen wiſſen. * Hegeweſen ß mich ſchaͤmen / daß ich eines langen lafes wegen meine Aufwartung etwas langſa⸗ ablege: Die mt des heuen Monden

Aber wie koͤn star ſich

e.diefer Luſtigkeit entbrochen hat?

nein Konigl. Hr. Bater/er ift zu Bethle—

und teil ce ein.orentliches Geſchlechts⸗Opf⸗

r daſel ehe bi H en hat / ſo ha ee. mich gebeten /ſei⸗ weſe ee ei wir yanigft suenttichuldigen. Sol⸗

| in tun geſchehen Fön; nIagoas Dpffet in feiner Ge⸗

4 "befehli fan | He > 2 Daflart! £! feheich nun / daß deine —* de Denfchlaf bie 1/ da du eben init zum —— ind des Königreiches über denje⸗ lange vor deinen leiblichen Ba: Hal du Baſtart / ver⸗

Bir zuviel gebiet. Mleinich

Fonigliche Blut hierducc) an den Tag gebeny ven hoͤchſten Unrechte Fan geduldig ſeyn. Fesnicht wahr / du hilffſt über meinen Tod

Jon

0 Devise ‚Jon. Sovieltveisich /daß der unfehuldige Da hicht serdafnliches begangen hät: Und ich füge Diel Ott gebe dem Könige later folche Diener/ meld im Deren Davids Treue / in Zug Redligkeit / und in Verrichtung Davids Tapfferker blicken laſſen. | | Ran Saul. Iſt das ein Sohn / der fels nem Vater noch nieht Berraͤther auf den münfchet? BR jon. Diefe Beſchimpffung wird mich angehen/

Abn, (sält den Könige der Sohn. Saul. Ein gerechter König foll die Boßheit audy

Baftard durch diefes Eifen —5 Abn. Ein Sri jaein® etechy olck will auch ein Creinpel dee

Saul. er mir alkuhefftig befehleh will/d e

4

.

vo Tr \ 347

i

* * _ David >

Ad "(ad speiat,) Die Kartewwird noble gemifcht/

imüffen gute Spielgen heraus kommen / darbey wir beite Schange werden zugemarten haben.

ä . Seiser Gandlung

Zehnder Aufzug. u ein

| 2 enden liebfte Thasbi? f . DieErzchlung ift zu dewiß. J = mein —— wieder zu Gnaden

* Kr air hat ha mit dem angeneh⸗ men Titüleines Sohnes beleget? Chas, Es wird von allen ofen beftätiget. FR Mich. s08 verhindert mich denn / Daß ich Dem lichen? enicht zuvor Fomme? Ach wohl n Ass mein ihiger Sclave noch nichts genoſſen A toys meinen David aufgehoben wird, v ch wuſte wohl / daß Ihr Gnaden mit Feis ir et koͤnten vergnüget werden. de auch dieſe aeg mit unſterb⸗ Dancke zu Ne foiffen. Ach meine Chass e forchen Minen will ich meinem liebften David get er umfeflee fie) mit folchen frz Blick darthun / Daß ich bis auf dieſe nd "Durch feine eine Untreu bin beflecket worden; und

Be 2. und durch folche Genfer toill ich ermeifen 7 efsich ing Fünfftige viel lieber die Slucht nehmen/und irgem in einer Hoͤle wohnen will / als daß ich fo viel Gra

ſamkeit noch ferner von allen Ecken erdulden ſol. Chasb ch wolte wuͤnſchen / daß die geliebte Per⸗ fon allbereit ankommen ware Doch weil fie aus ge⸗ wiſſen Arfachen noch verziehen muß / ſo toerde Kb JO kuͤhne ſeyn / Ihr Gnaden mit einem Siedgen zuber ur N * Mich, Ach ja / meine liebſte Chasbi / daran ſchicht mir. ein groſſer Gefallen. Be Chasbi. Esiftaufeine Princeffin gerichtet / Dogg Gemthe mir nicht unbekannt iſ. (Sie ſinge

51

J we FCEh ſoll mich wiederum verlieben, Nach dem mein Liebfter ſcheiden muß⸗ Allein ich bin noch treu gebliebe // Und ſpuͤrte lauter Uberdrußß Als mich derſelbe ſchimpflich ba 7 Der nicht des Erſten Lugend ha

Or A| —7 —— —A I LT,

Ich habe neullich Werngenoften! 7

So daß men Mund numehro ſprich Her nicht wie Davidfüffen fan; Der bleibe hen Michal ansgerhan,

5—᷑ 45 4 ;

“u ——

* F

David, a 113

Erhat den Ruhm einmahl verdienet) Der des Koͤnigs Eydam hieß;

Whabe mich dahin erkühnet /

Dat die Roſe brechen ließ /

Dieweil des edlen Davids Hand

Em Hertze ſeines gochen fand,

Bolanichpreife eine Liebe; Ber mich verdieng/der kuͤſſe mich / aWetter war in etwas truͤbe /

F N

4 J m

un ſcheint die Sonn und zeiget ſich Dieführet mir den Troͤſter zu/ Dem ichs amallerichftenthu,

Sritter Handlung

J— fter Aufzug. ce Vorigen und dual.

7 Sual, (finger) HEN jay ich preife meine Liebe / Was mir gefallt/das küffe mich, Mein Wetter fcheinet einmahl trübe/ Nun komm mein Glück und zeige fich, I Umdführe mir ein Maͤgdgen zu, Der ichs am allerliebften thu.

Mich. Wer iſt der Ochſe / der unferer Nachtigal

gegen bruͤllt? |

3 Suak

.—.

1 Der verfolgte

Sal. Wenn dies die Pachtigalden Bag wirdfing en lernen / wie ich / ſo wird fie auch ein Dehfe feyn. Denn zu meiner Zeit/da ich ein Diſcantiſte war / da hat mich mein Bater offt vor eine Nachtigal verkaufft.

Mich. Ich will wiſſen / was fo ein grobes e an, einem Orte zu Ieaffen hat / da ein Koͤnigliches 8 Grauenzimmer Fan verftöret werden. |

Sual. So muß ich aus der Welt lauffen: beyden Männern bin ic) ausgethan/ bey Dem Sranenzit 1 mer heiſſe ich ein Ochſe.

‚Chas. Sollen Ihr Gnaden mit Diefer hoͤhmſch m Antwort suftieden ſeyn?

Sual. Muß ich mit dem Tractamente zu or zu frieden ſeyn?

Chas. Geht hin / und laſſet euch das Tracta net verbeffern/ hateuch iemand was verfprochen. S

Sual. Sch komme nicht recht an: Ich werde wie⸗ der gehen. Ich bin bey dem Herren Koͤnigein⸗ Dien ſten gervefen / Da wird mie als einem Rebelle um it dem Loche gedraͤuet. Ich wolte mich bey Here Jo nathan zum Kammerdiener gebrauchen laffen 7 [ weis er felber nicht / wie lange er vor Dem Könige le ben bleibt. Nun Dachte ich bey dem Srauenzimme ein Vocalifte zu werden; Und da fehlets nicht wiel Daß ich gar. alsein Rindo eh geſchlachtet werde

Mich. Siehe da! wer will meinen Deren ® Bru der Fonathan nicht leben laſſen? er

Sual. Das weis ich; Und es fehlet nicht vi kan ich ſprechen / das habe ich geſehen.

Mich.Wo * Narr die Wahrheit rede £/fe

1 Dad aa

mag hen tuelches mein Gtücke fehlecht „befordern n koͤnte. Ich will willen / mas gefchehen

* Und ich roll mein Lied zuvor bezahlet haben. fich. Narr / da iſt etwas

* Wenn ch Geld kriege / ſo bin ich ein Narr / aber Fein Ochſe bin ich, Denn mein Lebtage habe ich Biel Ochſen Fleiſch freffen feheny aberich glaube nicht, daß der $ einmahl einen gebratenen Narren hat

er Taffel gehabt.

Mich. * wo bleibt die Erzehlung?

BY Sual. rs gu gedencfen/was ich nicht gar

‚gefehen ute Jonathan mochte fich ſei⸗

nes | gar zufe ea annehmen Damit laͤufft dem was kuͤtzliches uͤber die Leber; Und hätte ır

koͤnnen Ferſen Geld geben / fo hätte der Speh⸗

Der zur Thüre hinaus geflogen kam / in feinen Cal⸗

Daunen Die Derbergegemacht. Doch mer cinen neus

er spe arff der Fan fich nicht aufhalten.

Uaͤufft dapon.)

= Mich. Ad was heiſſt dieſes?

has Nach dem Sprichworte reden die Narren

Dis Wohrheit⸗ und wo Jonathan bis auf den Tod

verſolget wird / ſo muͤſſen Die Verleumder des Koͤni⸗ es Gemuͤthe wieder umgewendet haben.

Mich Ach Merob / du gifftige Schlange / du wirſt

ii —— zu wuͤten / bis deine Schweſter ein liches Sifft im Hertzen ſelber empfinden wird.

sch i merk. es ſchon; David wird mir nicht gegoͤn⸗

et, £ Oele liebfte Chasbi / helfft mir meinen.

Br. (umfalle ui

2

116... Der verfolgte

Mas Schr Gnaden befehlen /d das will | thun. AN müffen dem Glücke gehorfam fenn. ... (Ste sehen at )

Dritter Gandlung

Zwoͤlfter Aufzug. u Sual, hernach David. EN

Gual. St das nicht ein Elend, wenn man gerne Diet ſte haͤtte und gleichwohl Fein Dee er koͤmmt / der mein Herr ſeyn wil. "Selber kan mir nicht befehlen; das heiſſt / ich kan mir nicht ib Freſſen und Saufen geben: Alſo muß ih ſchen / ein glückfeliger Diener zu ſeyn. Doc * | leiht mir eine Brille / daß ich in die Weite fehen Eat Kommt nicht dorte ein Kerle mit Pfeil und ' Bor her? Huyl daß mich Einer zudem Könige bringe ſoll / weil etwan Here Jonathan auf mich befan an hat: Dlauter Courage, lauter Coura el nd iemandals ein aufrichtiger Freund mit micha 1Del ſo weiſe er mir ein Maͤuſe⸗Loch / und wenns ach en Fuchs Loch wäre, Denn Noth bricht Eifeny a ih das will ich mit DieferRetirade in Diefer Steinkli beweiſen. | Mr Be David. (fpringt hervor.) Wer ſucht mic 52 ' Sual. (ad Spe&.) Ich bin nicht Der Mare q allen ia ſich verſtecken muß. Dav. Ich will wiſſen / wer dich hieher geſhickth f Sual Warum fragtihr nicht / wer mich hiehe *

jagt hat?

"Dav. Sc) Ychfagewaßdu ein Derräther bi bit, al, Dasıft auch ein Loch vor einen Verraͤther. v. Wie? folftdu meine IBohnung einem Lo⸗ i hevergleichen? Eile mir ſtracks aus den Geſichte / vod di —— follzu einem Begrabniffe werden. Sual. (ad sped.) In der Stadt reden fie nur vom To dffchlagen; Der Kerle Fommt noch gröber/ und ı edt ‚gar som Begraben. (Ad Dar.) So / ſo / err mein Weg iſt der weiteſte. . Humdyfiche! du ſolſt mir nicht gegen die odtlauffen: Lauff vor dich hin / ins freye Feld / wo Ri = willich Dit eigen / daß ich an Feinem folchen | suben zum —— re) s ſags einer dem andern: Daß ich lauffe das thue ich meines nA willen; Und ich Proteltipe darwider / daß ichs nicht thue den Befehl Feld ra zu reſpectiren. (gehet ab.) v.Eswär Dhe Zeit mit dir / daß du dich un | eſt Aber ſehe ich nicht meinen

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7 ER

hie ge ee lich.)

©; Stritter Handlung Aufzug.

Jonat th: Beier mit Bogen ũ. Pfellen.

Su 1 lar ſamer N Du waͤreſt gut nach den

2 Au zu fchicken/ Denn du kaͤmeſt fein lang⸗ 4 H; ſam

*

1 Der erg.

und im Ausreiffen verdorben.

fam noieder: Aber wer Dich im 1 Kriege folte sun Woffenträger haben’ der mare Am a:

Hal. Snädiger Derryesift mein erftesmahl, me den mie die Beine anderthalb Ellen länger F ſo will ich des Tages auch etliche hundert Ellen ter ſchreiten. &

Jon. Du haft dich wohl verantwortet. Doaben F deine Gänge mit lauter Elfen ausmeſſen / J as wird etwas neues ſeyn. Allem Anſehen nach w et 4 du beffer zu einem Schneider dienen / als zu einet Botenläuffer;

Haf. Wollen mich Ihr Gnaden cs um m Cammerdiener Bing fo will ich mit allen ie u ein Schneider mer

Jon. Schmweig ht bis ich dir befehle zu ıde Iht will ich Diefen Bogen probiren ; Lauff un opel mir den Pfeil wieder. (Er febieffe etlichem⸗ ab.

Haf. Soll ich die ‘Pfeile holen ? En 2 Jon. Ja / verweile dich nicht, (In dem er laͤufft / ſchieſſt er einen Pfen über feinen Kopff weg.) Siehe / der Pfeil liegt dortwerts vor Die: el ch hin⸗ aus / weiter hinaus. A

Haf. Cieſet ſie auf. Was ſoll ich mtden P eis len thun?

das ‚Geh und trage fie in Die Stadt ich w wil I deſſen da herum ſpatziren. |

"Haf! Aber wenn ich geſchwinde ufiefeti w derkommen?

Jon.Du biſt mir verdrießlich / du ſoſſti in II St

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1 \Tz

David. tig; lei Sen / und. wo wenn en jemand. nach mit fragt/ folft du srechen, ich wuͤrde bald da ſeyn.

BHal.(zd Mein Her: hat ein kurhes Schieß mgchalten: Es war mir ſchon leid um meinen Bu⸗ kel / wenn ich etwan viel Wilpret haͤtte tragen follen. ... 1 —J ſo kan ichgar leicht hinſchlendern.

David, Me Dav.

N ar on. „Mein bie iſt nichts liebers als feine -Segenwart: Aber ich bitte ihn um meiner Freund: ſchafft mwillen/ er verlaffe mich. Ich bin felbfien in ERöniges Ungnade/meil ich meinen Geliebten all⸗ zufeepmüthig detendiren muß. 2 Day. Ach weh mir’ daß meines Freundes Ver⸗ De ben aus mir entſpringen fol. Jeh will mich zur [acht bequemen. Der Hiinmel fen deffen Zeuge, 8 wir unter uns geſchworen haben / und dieſer und gehe bis auf die ſpaͤten Nachkommen. Hier⸗ mit aber er taufend guter Nacht. | PR; H 4 Jon.

139 Der verfolge

> Ion: Ag) mein Bruder / warum foll 1 id zu de Weil ich die Helffte meiner Seee wu ücke

* Aber ich werde mehr also bie Helffte men er Seele zu Haufe vermiſſen. Der Tag wird meine Nacht / und die Nacht meine Ungeduld ſeyn. FR

Dav. Ich werde im Leben todt fern. Doch der

erzug iſt gefährlich, / und Diefe Unterredung möchte ung beyden das geben koſten. Ach mein Vrude nochmahls zu guter Nacht.

Jon. Und vielleicht ſterbe ich/ daß wir einander Diefer Welt das legte mahlfehen.

Dav. Solfich ſterben / ſo lebt das andencken mel ner Und alſo GOtt befohlen. | . Jon. Ichkan nicht ablaffen. Ach mein Freum follent wir die gantze Lebens-Zeit getvennet werden?

Davı &Stt ift ein Richter unferer Unfchuuld und. ein Zeuge der getreuen Freundſchafft / der mac 08 ; = eine —— Wohlgefallen, ,

TT Beffätige den Wunſch / mein Ben 1a Son es iſt Zeit / ihr müffet gehen: Thut us Gewalt an mir/ fonft wahretmein Abſchied RR

ken Tag Dav. "Meinen liebften Bruder in Eeine Gefahe u ſetzen / fo ſey auch dieſes der letzte Ruß. (Sie kuͤſſen ſich / und gehen von einander Jon. Mein David / noch ein Wort: Die? tie —9 hingehen wo fie will / ſo werd ich doch folches.& ra. ahren‘ Day.&ar wohl / wo es anders meine Gefahr leide en wird. Ich gehe, jon

en on. Ach mein Bruder/norh eins anfden Meg.

ich dein Seben unterhalten werde. Und dafiich Die .Seuchte Diefes gegenwärtigen Kummers durch ein r roliches Wiederſehen verdoppeln möge,

———

RENT EN SE

FR unffzehnder Aufzug. Ahimelech, Doeg, Sebania, Abjathar. h Die innerſte Scene eröffnee ib.) RN er h Ahim. ig | BSik ein loͤblich Werck / welches vornehmen $ erfonen umfo Biel defto anſtaͤndiger iſt / iemehr meine Leute durch ihr Cxempel zu der heiligen Got⸗

*

122 Der verfolgte | » Ahim.Stehtesin dern König, Haufe noch. vol? * DR Wir haben vor den Goͤttlichen Sion % dant en. —* Ahim. Ich hoͤre es von Hertzen gerne. Ich we de auch nicht unterlaſſen folches in meinem täglichen Gebete der Goͤttlichen Majeſtaͤt vorzuttagen., 2 Dog. Eben zudiefem Ende bin ich, an ihrer heiligen Slaͤdte vor die Wohlfahrt meine * roſſen Koͤniges zu beten: Wofern mir auch D der Se gezeiget wird / fo willich denjenigen * 1 die etwas ſonderliches contribui⸗ ret haben. Ich will ſelhſt die Begleitung verrichten. Der Höchftegebeden Segen zuder heil, Andacht. (Doeg und Ahimelech gehen ab.) Abj. Ich muß mich über die Pierät dieſes ſchen Weltmanns verwundern. Seban. Vielleicht erbarınep ſich GOtt über das Koͤnigl. Haus / Da ein frommner Diener viel m 1

me Leute macht. Si Abj. Er hat fich aber ſonſt in ſeiner Keligiont nicht: fo gar eyfrig erwieſen. SE h

Seban. Er hat vielleicht dem Könige dadurd) zu efallen geſucht. Nun aber wird das Feuer aus d em F hervor brechen. RR Abj. Wenn der Fuchs sum Leviten wird / for m Ä fendie eohhner! die Froͤmigkeit begahlen/und wenn! die Staats-Leute mit uns Prieſtern gar zu gemeine wer⸗ den; fo müffen wir uns für einem Betruge fürchten. Seban. Wir wollen das beſte hoffen. Doch was kommt hier vor ein neuer Gaft? An feiner Kleidung ſiehet mans/daß er Betens wegen nicht herkoͤnmt.

Dr i X

David. 123

nn ton 0.0. —— Te En ng

) Wh J Na v > | > . s ö n Br} = J —— ef | N , te an un r A X Rh f * . = PpR=. N £ % J —— J 8,

nen elenden Leben nicht zu ſchleppen / und nies mandift/ der mich in vechten Schuß nehmen will: 280 mich die Priefter nicht als einen Qvisgvilien- Nat, hit unter ven Leviten⸗Jungen Durchlauffen Taffenıfo muß ic) Doch beyden Philiftern ein Landlaͤuf⸗ ſer werden. Ach einen fchonen/goldenen und einges " machten guten Tag: - Abj. Seoffen Banek / guter Freund / mer ſeyd ihr? Ih bin ein junges Propheten⸗Kind / aus Hr. Samuels Schule: Und num ich habe lefen und fingen gelernt) fo geh ich herum und ſuche Dienfte,

———

Ad). So halt ihr den Hoffarts⸗Geiſt im Hertzen ſo einniſteln laffen?

ual Ach ja: Es iſt mir offte geweſen / als wenn ich Ben Hohenpriefter ermorden ſolte / daß ich nur an ſeine

ih Stelle RR —*

U Re an an a verfolgte a

Stoffe forhmenfünte: Doch fo lange ich das" Felt D- trage / ſoh haben ſich die Anfechtimgen etwas geleget Abj. Ja mein Freund / in dem Kleide wird by uns kein Aemptgen zu erlangen ſo. Sual Ich will gerne was druͤber ziehen Rur daß ich den Spiegel meiner Demuth/und ſonderlich die Egyptiſche Halskrauſe vor mie behalte. > “8 Seb. Ermachtes fo klaͤglich / daß man fich faft gu IN einer Vorbitte verftehen ſolte. 2 5 F Abi. Der Hr, Water hat darin zu disponiten ER Seb. Allein folche Difpofition fan durch de Wope bitte einesangenehmen Sohnes eingerichtet werder RE: Abj. Pie weit erſtrecken firh denn eure Künfte ? nf R Sual. Singen kan ich / lefen habich auch gefuntt wenn es auch Die Noth erfoderte/ fo wolte ich eine % "Kante ee oder cin Stücke Holtz zum Opffer utrage Ye J nei ne ſich nn Ba monde. hi

ee Dritter + Benbiung Sich; ehnder Aufzug. A ER %

| David, —— J——

O kan ich die Ehre habe dem Herten Su 1 priefter aufzumarten ? |

Tr RE | | | | David, 32.0128

\ Tor. F ai hochfihäßen/t daß don den vornehmſten Des Königreiches fo eine 5 ge nehme Vifite offeriret. ED av. Allein ich möchte bald meine Abfertigung : ‚haben weil ich in des Königes Sefchäfften bin / da ! an jich ohne den der Langſamkeit entfchlagen muß, Joh. ©o mill ich gehen / und den Herren Hohen: Be ter dero Anfunfitroiffenlaffen. (geb:rab,) —J av. O das heiſſt zur Unzeit die Flucht genom—⸗ J— Ich wolte allen Verdacht von mir abweltzen / 9 ud ließ mein Schwerd ſamt andern Gewehr zuͤruͤ⸗ 4 Noan ſoll ich den Philiſtern mit bloſſen Haͤnden 4 ‚gen gehen: So habe ich auch dieſen gantzen ag noch feinen Biſſen in den Mind genommen/ * ich vor Mattigkeit verſchmachten möchte. Doc) h Der Dohepviefter wird hierinnen guten Rath ertheis

u on u

Acchtzehnder Aufzug. | Ahimelech, David.

IR x Ahim. RES Se Fomimet der Geſegnete des HErrn / des Rs

iges Eydam / und die Seule unferg Landes /fg

hr ‚gank allein an diefen Dit?

Day. Det Hohepriefter wird vielleicht Durch meis

n ne andern wichtigen Angelegenheiten runtuhiget?

126 ER verfolgte s Ah. Auffer dem ottesdienſte der ſchon vorüber. ifk/ habe ich Feine fo hohe Angelegenheit / als die vornehme

ften Patronen von dem Königl. Haufe zu bedienen. Dav. Ich verlange Sreundfchafft und Feine Auf

herein

ob der

un

mich zu erſt fragen wuͤrde / in feinen Verrichtung "u

Be ung auf

ch

Dav.Gelobet fen GOtt / wo Die Ausleg meine Perſon gerichtet ift. Ah. Was hat mein Herr David anders verdie⸗ net / als Goͤttlichen Segen ? El Dav. Aber mein Herr / iſt es nicht möglich / daß mir und Aal Heferten mit etlichen Brodten ausge⸗ olffen wird? ER . en wahr der HErr lehet / ich weis Feinen Math. Denn die heil. Schaw‘Brodte werden mie" nicht entheiligen duͤrffen. BR Dav.&s ift Feine Perfon unter ung/ die ſich in drey en Tagen an einer Weibes⸗Perſon verunreinigee hätte. Derohalben werden wir uns in Diefer Sache Fein Gewiſſen machen. Ahim,

» 4

ae: SER: | David, 127 N ae Die Schau Brodte finddesHerren/ und Der Prieſter. | |

r !

7 Dav. Aberaufden Nothfall dienen fie auch darzu / „Da Die Dungrigen A et werden.

7 Abj. So mag friſch Brodt aufgeleget werden; Fi nt die Sache. nicht zu verantworten waͤre / fo irde ein erleuchtiter Minifter unfers Koͤniges Ders

eishen nicht begehren.

En Die innerfte Scene eroͤffnet ſich / und pr2- ntiret den Altar mic den Schau⸗Brod⸗ ten. Derhöhepriefter gehet hinein / und beolet Brodt heraus.)

Dieß find die heiligen Brodte / welche GOtt Imn geſegneter Nahrung wolle gedeyen laſſen.

9 Dav.(briche einStuͤcke von einem und iſſet 5.) Gelobet ſey GOtt / daß er mich in meiner smattigkeitergsicket hat. Auch der Wohlthaͤter habe groſſen Danck / daß er die Goͤttlichen Wohlthaten fo reichlich ausgetheilet hat.

Ich till einem Knaben befehlen/ daß er die Soeodte tragen fol, |

"Dav. E8 möchte zu böfen Exempeln angenom- en werden. Die Sache wird ambeften verſchwie⸗ ſeyn wenn ich mich ernigdrige /und meinen Die:

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Die Brodte felber zutage.

_ Ahim. So belieben fie doc) dieſes Tuch zu neh⸗

men damit fie heſſer verwahret fürn.

5 Er iſt ſo gůtig / und die Noth macht mich un;

wer amt. Doch feine Höfligkeit bringet mich das in daß ich noch mit einer Bitte erſcheinen muß, N. Ahim,

_ .

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A —*

| A. ERS Der verfolgte

‚be der. Held das Schwerd wieder, welchen wir De

—— er r—

Ah. Was in meinem Vermögen iſt / darin bin N) ein gehorfamer Diener. _ Ya 2 " Dav. ch habe mein Schwerdt ver fin: Kan mir nicht mit ſolchen Hausrathe geholffen werd en! , ‚Ach. Wir Priefter brauchen zu unferm Geſetze Feine Schreib⸗Federn / die von Eifen gemacht fin Ne |

Dav. Aber es koͤmt Doch zuweilen / daß Dergleic n Sans zum Gedaͤchtnis an dieſem Orte * | get werden. |

Ah. Ichwuͤſte mich nicht zu befinnen. Daseinkis ' h Schwerd / welches der Philifter Goliath se %

at / wird noch ben ims aufgehoben, Doch wern Jh mit diefer ungeheuren Pietze tragen? J Dav. Das Schwerd hat ſeines gleichen nicht Der Dr, Hohepriefter gebe mirs. Ahim, (holet esinwendig heraus.) Soh

Sieges Zeichen zu dancken haben. Es kaͤmpfe in d die ſer tapfferen Hand wider unſere Feinde ſo oh! mir davor gesittert haben, | Dav. Ich bin ein dreyfacher Schuldener, N’ | Ah. Und ichhabe nicht eine einfache Bergeltung: verdienet. Doch mit Permiflion , daß ich Abfehied = nehme. Der Hr, Stallmeifter Doeg hat fein er

Devotion abgewartet / und ſo viel ich mercke / wird er noch etwas zu gedencken haben. Der in. deſſen Begleiter, (gehet ab)

Day. Und der HERR laſſe dieſe Stadt gefigne feyn. Aber ach was höreich? muß der Verraͤth Soeg eben hier anzutreffen ſeyn / Da ich mit dem N DR henprieſter sede, 2 Entweder Die Rache wird von 9 gefo⸗

David 129

ae D Priefter werden mit ihrem Blutebegahlen. Doch der gerechte SM laſ⸗ eliden Ausgang befohlen ſeyn. & Sritter Handlung = Neunzehnder Aufzug, we Sual in ſchwartzen Habiee, 20 mag ‚ich wohl für einen Leviten paſſiren; und wer mich vor Feinen eiſtlichen Herren ans imagich wohl einen KR itulvon zwoͤlff * —* in die Jacke werffen. Guter Steundy u ab ran ıheden 1 ar lol

?

Do rt

Fi Ei eint ma lau

Ng EN BwansiglterYlufsng.

Dog, Sual,

RE SU Do&g.

Qu guter Nachtrj junger Benite

I su nal. Danck / Ihr Excellentz. ——— 3

ER Doeg. Habt ihr nicht den fremden Herrn geſchen der mit Dem Hohenprieſter fo vertraulich veden kunte Sual. Wir armen Propheten-Kinder kommen nicht weit aus. Die andern fagten wohl, es ware” Hr. David; Sch Fan aber nicht wiſſen / obs wahr iſt. Doeg. Extird es geweſen ſeyn Habt Dancivon die Nachricht / und befehlet mich nochmahle dene”

Hu. Hohenpriefter zum alferfchönften.

Sual. Ich bedancke mich vor dieſen unterthaͤnigen Gruß zum allergnädigften. (Ad speät.) O gelobet ſe Die Charge, da mir ein Großhanns von Hofe muß gute Worte geben. Gehet ab

Doẽeg Wer was hat David hier zuſchaffen? was hat der Hoheprieſter des Koͤnigs Feind mir Proviane und Gewehre auszuhelffen? Ach! iſt niemand der dem Könige die Zeitung bringt / daß die Prieſter des” alten Herren uͤberdruͤſſig ſeyn? Ich will gewiß By Gelegenheit das perruͤtheriſche Weſen nicht vard ſchweigen. | Bi:

David, Dierbeer Bandtung

Erſter Aufzug. Abiſai, Sitari.

Abi.

& & a 9 es moͤglich daß unfer treueker Freumd B 1 David feinem Untergange fo nahe geweſen

EC iſt nicht anders. Allein dem gerechten fahr v - mau Bette I; ab. © w tfelb/t bi in gemefen ? Den

neten, ringen] au Jet Jam ber 7 of *— af Mur ei SEN er se erhn fe e8 mit mir berlaffen/baf;ich Inder and nachfolgen ſolte: So hatte ich eben s6 Sflieke/daf ich zu Gad ankam) wie er im Ve⸗ iffe war indie Stadt hinein zu gehen,

Ab, Ich Fenne den König Achis su Gad: Und der

eluftiwelchen er an Goliath erlidten / wird * si el eicht noch nicht aus Dem Gedaͤchtnis vertilget

Sit Sch Fan nichtanderg fagen / als daß ben der Ba die Mine gargnädig war. Doch die fingen an zumurmeln / Diefes waͤre der Manny en die rn ruͤhmeten / Daß er zehn auf 6} m 9 geſchlagen haͤtte. Da wird des Koͤmges Gnade bielleicht etwas *— Mi ner sen ſeyn. 4 3 Sit. |

* £ IR sofa

2 Br. Ans

8

Sr, Er zeucht nd weil nomehro ein groffer Zulauff entſtehet / daß in die vier

132 Der verfölgee 7 Sit. Man Fan nicht wiffen / was man fich Hatte zu befürchten gehabt. Denn ehe der König Achis feine Tieger⸗Haut anziehen Fante/ fo hatte mein Herr Das vid den Fuchsbalg andie Stellegefihoben. Ab. Ich verfiche Die Reden nicht. re Sit. Ich fage fo viel: Che der Grimm entbrennen kunte / fo ftellte fich mein Herr gang unfinnig; De ließ er den Bart voller Geifer lauffen/und lief wider " die Wände/ und machte folche Bauckel-Poffen Da der König von Hertzen froh war / wie er Den vermein⸗ ten Unfinnigen vonfich weggeſchafft hatte. Ab, Der iſt der. Kuͤgſte welcher die Klugheit zur rechte” Zeit verbergen over verleugnen Fan. rum ag er bey den Dhiliftern etwas furchtfamer ſeyn. rer“ auf dem Gebirge herum⸗ und

hundert Mann arme und betrübte Leute ihre Zufluch ben ihm ſuchen / fo verlanget er meinen Herren Abiſe nebftandern guten Freunden in feiner Geſellſchafft

uhaben. Sr ae Ab. Gehet und vermeldet ihm meinen dienſtſ hul⸗ digen Gruß: Ehe dieſer Tag vergehet / ſoll er wiſſen welchen Freunden er das beſte zutrauen kan. Sit. (gehet ab.) | I RR Ab. In Wahrheit / die Tugend unfers hochgeprie fenen Davids iſt unvergleihlich/und feine WBeikheig Fan niemand ergruͤnden. Den groffen Philftee hat er mit einem glatten Kieſelſteine überwunden. Nun iſt der Bhilifter König felber Durch eine naͤr ſche Mine betrogen worden. Ja wohl iſt diefes die: höchfte Klugheit / wenn map fich inter bem Deckma

9 4

Ba

7 * „eo X

[de —— Rartheit verfi chern Hern Eanytoie etwan

eifende Perfonenihre Kleider vongoldenen Stücken F reinem. geringen Wachs⸗Tuche oder unter ei⸗ em geringen Reiſe⸗Tuche zu verwahren pflegen. Wohlam die Philiſter mögen uns vor Narren hal en Doc fie werden auf kluge Maſſe dermahleins

| Be nfibarkeit gegmungen werden.

| ; ierdter Handlung Anderer Autzug

Diee mittelſte Scene eroͤffnet ſich.J oe * Baker. UÜchal, Sares, Bichri,. ee 230 More, Rechob; Doëg.

2 Saul..

SE anne genung geduldig geweſen: Allein oc das habe ich davon / daß mich endlich meine eige⸗ Diener verlaffen werben.

* Gnaͤdigſter Herr mir ſamtlich wollen hof⸗ N an uns dergleichen Boßheit nicht wird darge⸗ Ar n een

& - Und wofern ſich jemand ander H. Majer ß ; eiffen wolte fo wuͤrden wir ſelbſt begehren / 1 verfluchtes Buhenſtuͤcke zu dem ſchaͤndlich⸗ F Tode verdaͤmmet wuͤrde.

Saul. Ach ihr Kinder meines Hauſes / habt ihr Die m Th) Bist eures Königes nicht genung genoffen? It es euch an Aeckern und Weinbergen? et euet Segen a; Rn in der Stadt, a

4, Det Der verfolgte

aufdem aufdem Selde? ? Und dannenheto/was be beweget euch denn / daß ihr den elenden Sohn Iſai mir zu Trotz emporheben wollt? Ihr werdet gewiß groß Reiche thum zu gewarten haben/mofern er feinen Schafltak zu Bethlehem unter. euch theilen wiid. Abn. Der Himmel ſey Richter über dem unjeikte gen umſchuldige Diener gekraͤn “2 ver en. nr, ° Uch. Ich er gvicke mich ben dem Segen Eur. Koͤ⸗ en Majeftät/ md erſchrecke vor Davids 2 ed mut Sar. Soll David ein Varraͤther ſeyn / fo wird. er Die Getreuen des Koͤniges der Heimligkeit nicht the hafftig machen: Und alfo darff unſere Verſ vie u